Der E8 in Österreich
Österreich von der sanften Seite: Statt schroffe Felswände und Gletscher bietet der E8 in Felix Austria bequemes Wandern durch das romantische Mühlviertel mit seinen sanften Hügeln, seinen kleinen Dörfchen und einsamen Steinblos-Höfen sowie einer artenreichen Flora und Fauna.
Vom höchsten Punkt am Nebelstein mit seinen atemberaubenden Weitblicken fällt der E8 durch dichte Wälder, vorbei an den geologischen Spezialitäten der Wackelsteine ins pittoreske Tal der Thaya, das gesäumt von Felswänden und Blumenwiesen, teilweise wie durch einen Urwald sich in Schleifen entlang der tschechischen Grenze windet.
Aus dem Wald an der Thaya tritt der E8 in das "kulinarische" Weinviertel mit seinen Kellergassen ein. Der E8 führt sich durch das ruhige, offene Land bis an die Donau im Norden von Wien. Die Metropole wird auf der Donauinsel passiert, dann folgt der Weg dem Lauf der Donau durch Auen und über Deiche im alten Römerland Carnuntum bis nach Hainburg an den Toren Bratislavas.
Der E8 in Österreich (512 km, 11806 hm)
Mühlviertler Mittellandweg 150 (79 km)
Durch grüne Wiesen und auf Güterwegen zwischen den charakteristischen Steinbloshöfen, über bewaldete Kuppen mit Granitfelsen und durch die romantischen Täler von Kleiner und Großer Rodl, Kleiner und Großer Mühl und Kleiner Gusen führt der Mittellandweg 150 den E8 bis in das Tal der Kleinen Gusen.
01 Oberkappel (Grenze) - Ameisberg
(6,5 km, 484 hm)
02 Ameisberg - Iglmühle
(25,2 km, 621 hm)
03 Iglmühle - Zwettl a/d Rodl
(26,7 km, 941 hm)
04 Zwettl a/d Rodl - Trosselsdorf
(21,3 km, 803 hm)
Mühlviertler Wanderweg 170 (54 km)
An der Feldaist übernimmt der Weg 170 die Markierung, der nun Richtung Norden strebt. Der Weg führt an verstreuten Gehöften vorbei über viele bewaldete Hügel und gewinnt an Höhe. In Karlstift wird die Europäische Wasserscheide überschritten, es folgt eine 12 km lange Überleitung zur Nebelsteinhütte mit der Markierung 05.
05 Trosselsdorf – Braunberghütte
(27,6 km, 1135 hm)
06 Braunberghütte – Liebenau
(26,1 km, 907 hm)
07 Liebenau – Nebelsteinhütte
(23,0 km, 704 hm)
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
Waldviertel (178 km)
Tiefe Wälder, Hochmoore, Feuchtgebiete und Heide mit den kuriosen Wackelsteinen prägen das Bild der Naturparks im Oberen Waldviertel, durch die der E8 zum Lauf der Thaya mit ihren geschichtsträchtigen Städtchen und in den unvergleichlichen Nationalpark mit Felsklüften und naturbelassenen Uferwegen führt.
08 Nebelsteinhütte – Gmünd
(28,1 km, 468 hm)
09 Gmünd – Heidenreichstein
(23,4 km, 459 hm)
10 Heidenreichstein – Thaya
(22,6 km, 343 hm)
11 Thaya – Liebnitz
(28,9 km, 606 hm)
12 Liebnitz – Drosendorf
(26,6 km, 633 hm)
13 Drosendorf – Langau
(21,2 km, 420 hm)
14 Langau – Niederfladnitz
(24,1 km, 581 hm)
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
Weinviertel (110 km)
Der E8 strebt nun durch das Weinviertel auf Wien zu, über Felder, Weiden, Weinberge und über bewaldete Höhenrücken, durch Kellergassen und vorbei an vielen Schlössern. Der Weg trifft nördlich von Wien auf die Donauinsel. Die Hauptstadt Österreichs wird auf der Donauinsel durchwandert.
15 Niederfladnitz - Alberndorf
(23,1 km, 231 hm)
16 Alberndorf - Klement
(29,8 km, 553 hm)
17 Klement - Manhartsbrunn
(30,8 km, 642 hm)
18 Manhartsbrunn - Wien Praterbrücke
(28,0 km, 437 hm)
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
Donauauen (72 km)
Von der Donauinsel folgt der E8 zwei Tage lang dem Grenzlandweg durch den topfebenen Nationalpark Donauauen mit Feuchtgebieten, Mooren, Auwiesen und Urwäldern mit alten Baumriesen bis hin zur slowakischen Grenze. Lange Strecken werden auf den Donaudeichen zurückgelegt. Auf der linken Donauseitze passiert man schließlich die Grenze schon auf dem Stadtgebiet von Bratislava.
19 Wien Praterbrücke - Orth a/d Donau
(29,8 km, 278 hm)
20 Orth a/d Donau - Hainburg
(30,8 km, 206 hm)
21 Hainburg - Wolfsthal (Grenze)
(14,1 km, 154 hm)
Etappen



01 Oberkappel - Ameisberg
(6,5 km, 484 hm)
Das Ende der in Deutschland begonnenen Etappe führt von Oberkappel auf den Hausberg des Ortes, den Ameisberg mit seinem nur an Sommer-Wochenenden geöffneten Ausflugscafe und dem markanten Turm.
Der Osterbach und damit die Grenze nach Österreich wird auf einer Brücke überschritten.
Direkt hinter dem ersten Haus von Oberkappel geht es spitz links in die Durchgangsstraße, geradeaus hat man aber in ein paar Schritten das Dorfzentrum mit Gemeindeamt, Post und Gasthof erreicht. Die Durchgangsstraße wird nach 300 m wieder verlassen. An der Abzweigung geht man geradeaus auf einem kleinen Sträßchen weiter, das die Straße überquert und dann steiler werdend in den Wald hineingeht.
Der Waldweg führt an einem Kreuz
vorbei gerade und stetig ansteigend auf eine Hochebene mit zahlreichen Bauernhöfen
und Weideland 250 Meter über Oberkappel.
Bis zum letzten Gehöft Hallschlag, etwa 2,5 km nach Waldaustritt, ist das kleine Sträßchen recht eben. Dann geht es rechts durch den Hof und erst asphaltiert, dann als Feldweg zum Waldrand des Ameisberg. Der E8 strebt im Wald recht steil und etwas ruppig geradewegs auf den Gipfel mit der Ameisbergwarte zu. Kurz vor dem Turm ist die Zufahrtsstraße erreicht, der man bis zur Warte folgt.
Trotz der einladend grünen und flachen Wiese wurde unser Zelt abgewiesen, wir mussten den Waldweg genau so steil wie beim Aufstieg weitergehen, bis wir beim Waldaustritt und wieder an der Zufahrtsstraße einen geeigneten Lagerplatz mit schöner Aussicht auf das Daglesbacher Tal und die Ortschaft Putzileindorf fanden.



02 Ameisberg – Iglmühle
(25,2 km, 621 hm)
Nach dem Aufbruch vom Lager geht es die Ameisbergstraße hinab auf die Ansiedlung Hohenschlag zu und hindurch. Aufgepasst: Am großen Haus auf der linken Seite geht es links auf einen kleinen Weg und dort erst parallel, dann in einer Linkskurve am Waldrand weiter.
Der Weg bleibt nun für 2 km immer schön,
leicht fallend, am Waldrand des Fuchsbergs.
Wenn der Wald zurückweicht (links ist der Ort Atzesberg sichtbar), geht der E8 weiter unter einer Stromleitung entlang etwas stärker fallend durch zwei Wäldchen und trifft wieder auf die Ameisbergstraße, bevor aber eine größere Straße erreicht ist (die L1527), kurz rechts auf einen Hof und dort im rechten Winkel wieder auf und über die L1527 (rechts das Dorf Putzileindorf).
Der Weg führt auf dem kleinen Sträßchen geradeaus weiter, aber bei der ersten Gelegenheit zweigt rechts ein Feldweg auf das Wäldchen ab. Diesem Weg wird Folge geleistet, aber nur wenige Meter in den Wald hinein, dann zweigt er nach links ab. Geradeaus liegt ein paar Meter entfernt die besichtigungswürdige Wallfahrtkapelle Maria Bründl.
Kaum darinnen, schon heraus aus dem Wald. Vor uns liegen zwei Häuser, durch die wir gerade hindurch und auf dem Feldweg das nächste Wäldlein (der Ortsname färbt ab!) durchschreiten. Vom Waldrand aus führt der Weg mitten durch das Lager einer Baufirma.
Vor uns liegt das Tal der Kleinen Mühl,
zu der es mit schönen Ausblicken weit über das Land erst geradeaus, dann in einem Links/Rechts-Schwenk und anschließend über und auf Wirtschaftswegen und Pfaden neben der größeren Landesstraße hinunter geht. Kurz vor dem Bachlauf gehen wir geradeaus auf das am Waldrand liegende Tannberg zu und dort im Zickzack auf dem Sträßchen zum Bach neben der Straßenbrücke
kräftig hinunter.
Genauso kräftig geht es dann auf der anderen Seite der Kleinen Mühl wieder hinauf. Die Landesstraße wird überquert und der parallel verlaufende Pfad/Weg genutzt, um nach wenigen Minuten die L1525 in Haselbach zu erreichen. Immerhin, es sind mehr als drei Häuser! Wir folgend der Dorfstraße an einem Dachdeckebetrieb vorbei zu einer großen Kreuzung mit der B127.
Als wir diese Stelle passiert, wurde gebaut (mittlerweile gibt es dort einen Kreisverkehr mit „Kunscht“) und die Wegführung war undurchsichtig. Wir sind parallel zur großen Straße nach rechts gegangen und haben die nächste Gelegenheit wahrgenommen, im Spar-Markt einzukaufen und direkt dahinter in die Straße Sandberg unter der 127 hindurch einzubiegen und dem Waldrand zuzustreben.
Mit Blick auf eine aktuelle Landkarte würde ich heute schreiben: Der Kreisverkehr wird geradeaus passiert, dann geht es in den Wald. Egal wie man geht, man findet im Wald wieder zueinander und verlässt den Wald
gemeinsam bei ein paar Häusern, die laut Karte Unterfeuchtenbach heißen. Die Straße fällt hinunter zum Stausee Neufelden und der gleichnamigen Ortschaft.
Neufelden bietet ein Restaurant, Supermarkt und andere Geschäfte, allerdings führt der E8, schon wenn die erste T-Kreuzung erreicht ist, nach links, nochmal nach links und dann an der Talsperre der Großen Mühl (wer übrigens vergeblich die Mühlen im Mühlviertel gesucht hat, den Namen hat das Viertel von diesem Fluss erhalten) entlang nach Nordosten. Auch wenn die Talsperre sehr romantisch sein mag, die schätzungsweise 3,5 km lange Straße, auf der es ohne Fußweg entlanggeht,
ist es nicht. Erst wenn das Ende des Stausees, wo die Ufer zusehens felsiger werden,
an der Burgruine Pürnstein (mit einer alten Papierfabrik und dem Tunnelportal der Mühlkreisbahn),
wird das Gewässer überquert und der Autoverkehr hat (nach ein paar Metern) ein Ende.
Den Berg steil hinan führt die Wegvariante 150A zu einer Gaststätte, wir bleiben am Fluss und gehen nun die Straße, nach ein paar Häusern nur noch Pfad am Mühlufer
weiter. Es gibt einiges zu bestaunen, Grimassen,
Steinmännle im Wasser
und üppige Vegetation, bis nach gut 3 km ein Klärwerk der Romantik ein Ende bereitet. Die Brücke unter dem Wehr zur Iglmühle (Haltestelle der Mühlkreisbahn) wird ignoriert,
doch schon wenige Meter weiter taucht rechts das Gasthaus Bachschmiede auf.
Dort wollten wir uns den Bauch vollschlagen, doch: Das Gasthaus ist keines mehr! Wir waren so enttäuscht, dass wir von einer anwesenden jungen Dame zu einem Bier eingeladen wurden...
Über den Hinterhof der Ex-Gaststätte, noch vor dem Iglbach (nicht auf der Straße) geht es nun nach rechts weg von der großen Mühl. Nicht einmal einen Kilometer weiter fanden wir auf einer Waldwiese einen geeigneten Platz, um unser Zelt zur Nachtruhe aufzuschlagen.



03 Iglmühle - Zwettl a/d Rodl
(26,7 km, 941 hm)
Der Tag, die letzte Etappe in diesem Sommerurlaub beginnt mit zwei Kilometern durch lockeren Wald, der immer wieder Ausblicke ins Land bietet. Nach einem Kapellchen mit Bank
tritt der Weg aber aus dem Wald. Bei genauen Hinsehen lässt sich hinter dem großen Hof die Spitze des Kirchturms von St. Peter am Wimberg erkennen.
In einem Bogen wird der stattliche Hof erreicht, dann geht direkt in die „Stadt“. Der Markt mit dem großen Brunnen lädt zur Pause ein, man kann sich gegenüber im Supermarkt und der Bäckerei verpflegen und Katzen bei der Apfelernte beobachten.
Am Ortsausgang am Friedhof wirft man nochmals einen Blick zurück auf die Kirche,
dann wählt man die Haslacher Straße links bergan und hält auf den linken Waldrand zu.
Der Wald ist allerdings schnell beendet, der Weg zieht sich durch eine Senke und in einem Rechtsbogen auf die nächste Anhöhe hinauf, die eigentlich gut besagter Wimberg sein könnte, aber doch wohl nur der Petersberg ist. Noch ein kurzer Rückblick auf St. Peter,
dann schlägt der Weg, beginnend in dem Hof Petersberg, für 5 km eine südöstliche Richtung ein.
Er führt über Wiesen auf asphaltierten Sträßchen, dann durch Wald auf lockerem Untergrund, wieder über Wiesen oberhalb von St. Johann am Wimberg mit seiner gelben Kirche und einem speziellen Fahrrad-Parkplatz
und schließlich zu seinem höchsten Punkt auf dieser Anhöhe,
von der Straße weg nach links in ein Wäldchen.
Nur wenige hundert Meter auf dem Waldweg, dann schwenkt der E8 nach links und gibt beim Waldaustritt ein neues Panorama frei.
Ganz in der Ferne ist klein, aber markant der Turm der Ruine Waxenberg zu sehen,
an der sich der Streckenverlauf nun orientiert. Kurz nach dem Wald ist, nachdem ein Skilift unterquert wurde, wieder eine Asphaltstraße erreicht. Diese geht es nun geradeaus bergab, eine Wiese wird überquert, bis man zwischen zwei Häusern wieder auf eine Straße trifft.
Bei der T-Kreuzung geht man für wenige Meter nach rechts, dann aber – aufgepasst - scharf links einen Weg zu den nahestehenden Bäumen und in den Wald hinein. Der unbefestigte Weg durchstreift für wenige hundert Meter abfallend den Wald und gibt dann wieder den Blick auf die Waxenbergburg frei.
An der Straße unten angelangt, geht man zu den Häusern zur Linken und dort, am tiefsten Punkt, nimmt man den Abzweig nach rechts. Hinter dem Bach ist der Weg wieder eine Fahrspur auf der Wiese, berührt noch einmal kurz bei einem Haus eine kleine Straße und steigt dann durch Wald und Wiesen recht steil hoch zur Burg. Ganz hoch zur Ruine muss man nicht (aber man kann).
Man erreicht den Ort bei einer Haarnadelkurve. In diesem von Touristen stark frequentierten Ort gibt es einige Restaurants und eine Bäckerei, eine bestaunenswerte Kapelle, aber kein Lebensmittelgeschäft, so dass wir unsere Einkäufe aufschieben mussten. Man kann entweder durch die Haarnadel gehen oder sie über eine Treppe hinunter abschneiden, auf jeden Fall muss man die untere Straße nach St. Veith einschlagen, obwohl dieser Ort genau in der entgegengesetzten Richtung unseres Ziels liegt.
Glücklicherweise verlässt der E8 diese Straße kurz hinter dem Freibad nach links und führt erst auf schönem Weg durch die Froschau, dann kurz weiter auf der Landstraße und dann über Weiden und Sträßchen nach Oberneukirchen, das etwa 4 km vom Waxenberg entfernt ist.
Nach einer Verpflegungspause geht man vom Markt
aus gesehen hinter die Kirche, dort die Badstraße hinab und links in die erste Querstraße hinein. Sie führt erst an den Hinterhöfen des Ortes entlang, es geht weiter nach rechts in die Bachstraße und immer geradeaus aus dem Ort hinaus. Die Straße ist recht unangenehm, auch wenn man 400 m hinter dem Holzhof vor einem Haus nach rechts abbiegt.
Am ersten Wald zur Linken der Straße aber verlässt man selbige und geht den schönen Pfad durch den Wald immer abwärts, bis der Sonnenhof
erreicht ist. Wir haben da auf Unterkunft gehofft, der Hof scheint allerdings ge- und verschlossen. Zu essen gab es auch nichts, so dass wir im mittlerweile strömenden Regen den E8 verließen, um nach Zwettl an der Rodl zu laufen. Der E8 geht über die Wiesen direkt ins Tal der Rodl, unser Weg führte uns den Güterweg auf Zwettl zu,
das nach einer halben Stunde erreicht war.
Einkaufen war nun nicht mehr nötig, im Gasthaus Zwettlerhof fanden wir eine recht preisgünstige Bleibe, leckeres Essen und gutes Bier (und: eine heiße Dusche!). Und eine Bushaltestelle, von der am nächsten Morgen ein Bus nach Linz fuhr.



04 Zwettl a/d Rodl – Trosselsdorf
(21,3 km, 803 hm)
Nach einem Jahr hatte uns Zwettl a/d Rodl wieder. Das Wetter machte einen angenehmeren Eindruck als im Jahr zuvor, doch ich bin mit einer leichten Entzündung im Knie angereist, die mich zuerst wenig, aber dann immer stärker belastete. So stark, dass wir unsere Wanderung vorzeitig abbrechen mussten, allerdings erst kurz vor Toresschluss nach über 300 km. Am Ende war ich aber auch ziemlich am Ende und konnte kaum noch einen Schritt gehen...
Gegenüber des Busbahnhofs von Zwettl geht es über den mit der 150 markierten Saumweg aus dem Ort. Am Ende des Asphalts geht man auf einem Feld/Wiesenweg über ein Viehgitter an einem Hof vorbei in ein Wäldchen, hindurch und schon steht man in Unterrrudersbach, wo man für alles mögliche Zeit hat.
An der Bushaltestelle geht man links und hinter dem Hof parallel zur Straße über die Wiese, in Oberrudersbach an einem „Kreisverkehr“ auf die Alte Straße. Bei einer Stromleitung kann man ein Straßeneck über die Wiese nach links abkürzen, dann führt die Straße an einigen Häusern vorbei. 50 m hinter dem Wald zur Rechten geht man nach rechts auf einem Wiesen/Feldweg in den Wald.
Auf der anderen Waldseite
trifft man auf die Häuser von Oberaigen. Links an den Hofgebäuden vorbei, auf der Straße 30 m nach rechts und dann auf einem Teerweg in Richtung des nächsten Wäldchens. Ein Teerweg wird überquert, ein Wiesen/Waldweg führt im Wald zur Reichenauer Straße.
Auf der Straße geht es nur wenige Meter nach links, dann tauchen die ersten Häuser von Reichenau auf. Schon vor dem ersten Haus geht man rechts über den Hausbergbach.
Der Teerweg führt bis unter die Reichenauer Burgruine.
An der Infotafel biegt man nach links ab, stapft über die Wiese hoch, nicht zur Burgmauer, sondern durch den Wald und, wieder über den Hausbergbach, hinein in den Ort. Im Zentrum von Reichenau gibt es alle Einrichtungen, die man sich als Wanderer wünscht.
Man folgt der Straße an der Kirche vorbei und biegt vor dem Lebensmittelgeschäft in die Penngasse ein.
Vorbei am Gasthof Seyrlberg
(der kleine Rohrbach vor dem Gasthof vereint sich mit dem Grasbach wenige Meter „stromabwärts“ zur Großen Gusen) kommt man auf eine Straße, die entlang des besagten Grasbachs um den Affenberg führt.
In der Linkskurve der Straße, kurz vor einem Abzweig nach rechts, geht man auf einem Schotterweg, quert gleich den besagten Abzweig und geht an einem Holzlager am Wald und in den Wald. Der Waldweg steigt um 100 hm an und endet am Waldende an einem Teerweg, dem man nach links einschlägt. In der Linkskurve bleibt man an einem Hof geradeaus, geht die Zufahrt zu einem zweiten Hof, von dort über die Wiese
und in einem Waldstreifen aufwärts zur Wintersdorfer Straße.
Links sieht man an einem Abzweig die Bushaltestelle, man hält sich an den Teerweg nach links. Bei einer „angedeuteten“ Kreuzung zweigt man links auf einen Feldweg ab und schwenkt gleich am Wegeskreuz nach rechts, über die Wiesen auf die Häuser von Helmetzedt zu. Hinter dem Kapellchen
kurz links auf dem Teerweg, dann in der ursprünglichen Richtung auf einem Wiesenweg am Waldrand entlang.
Bei den schönen Steinblos-Häusern
von Stiftung wechselt man wieder auf die Straße, bleibt dort aber nur für 200 m, dann verlässt man sie nach rechts auf einem Feldweg, der abwärts durch den Wald in den Ort Lamm und das Tal der Kleinen Gusen führt.
Nach dem Austritt aus dem Wald betritt man Lamm durch ein Gehöft, kommt auf die Straße und geht dort links.
Bei der nächsten Möglichkeit, unter einer Stromleitung, verlässt man die Straße aber wieder nach rechts, geht zwischen Häusern hindurch auf einen Wiesenweg (mit einem kurzen Abschnitt auf einem Teerweg) 120 hm aufwärts durch ein Wäldchen und dann wieder ein wenig bergab in den Ort Baumgarten.
Der E8 folgt dem Teerweg bergab, geht am Querweg nach links Richtung Schall, zweigt aber nach 500 m wieder auf einen rechten Wiesenweg ab,
der nun durch ein Wäldchen endgültig zur Kleinen Gusen abfällt.
Wenn die Straße unten in Zissingdorf (einige verstreute Häuser) erreicht ist, strebt man nicht auf den größeren Ort Neumarkt auf der anderen Talseite zu, sondern geht rechts in den Ort Trosselsdorf.
In dem kleinen Ort lädt das Gasthaus Zum Grünen Kranz (Dienstag Ruhetag) nicht nur zu einem deftigen Bio-Abendessen ein, man kann dort auch übernachten und das Mostmuseum besuchen.



05 Trosselsdorf – Braunberghütte
(27,6 km, 1135 hm)
Die Etappe verspricht eine romantische Wanderung in den Tälern der Kleinen Gusen und der Feldaist mit einem abschließenden Aufstieg zur Braunberghütte des OeAV.
Direkt hinter dem Grünen Kranz zweigt links ein Teerweg ab, der sich nach ein paar Metern in einen Wiesenweg verwandelt.
Es geht sofort nach links auf den Wald zu. Im Wald führt der Weg abwärts, über ein Brückchen erreicht man einen querenden Feldweg, den man nach rechts einschlägt. Durch einen Biohof mit schöner Aussicht auf Neumarkt
betritt man wieder einen Teerweg, der nach links gerade an einigen Häusern vorbeiführt und kurze Zeit später als Feldweg endgültig die Kleine Gusen erreicht.
Der Bach wird allerdings am ersten Gehöft nicht überquert (man würde dort nach Neumarkt gehen), man bleibt am gleichen Ufer auf der ehemaligen Pferdeeisenbahn
und kommt so nach Pfaffendorf. Erst hier, vor der auffälligen Steinmühle, einem Kunstatelier,
tritt man über den Bach, geht am Atelier vorbei und steigt auf einem Schotterweg langsam und gemächlich im Wald in der anderen Teilflanke auf.
Aus dem Wald heraus, genießt man einen weiten Blick über die Felder, Wälder und Hügel
hinweg zum Tal der Feldaist, dem nächsten Ziel. An einigen Häusern geht man wieder abwärts auf einem Teerweg, der rechts/links durch Loibersdorf führt und kurz nach dem Ort die Bundesstraße nach Neumarkt erreicht.
Auf der Bundestraße geht man kurz rechts, verlässt aber am Waldeck an der anderen Seite die Straße. Nicht auf den Feldweg am Waldrand, sondern 10 m dahinter schräg in den Wald gehen! Der Wald ist von kurzer Dauer, denn nach wenigen Minuten kommt man an einem Hof wieder auf einen Güterweg, der links bis zum Ortseingang von Anitzberg führt.
Am Ortseingang
gibt es ein Gasthaus Dannerwirt, allerdings führt der Weiterweg schon vor dem Gasthaus nach links Richtung Seker auf den Auberg zu. Hinter den Häusern von Oberaich aber biegt der E8 nach rechts ab, überquert einen Bach und erreicht einen Hof, vor dem man links vorbei und auf einem Feldweg aufwärts zum Waldrand geht. Der Weg steigt weiter, bald wieder im Feld, zu den Häusern von Schmidsberg. Am ersten Haus geht man besser geradeaus statt rechts um den Hof, wenn man sich nicht vom Hofhund verbellen lassen will.
Auf dem querenden Teerweg geht man nicht links über die Brücke des Kulmbachs, sondern nach rechts. Bald zweigt der Güterweg nach Mahrersdorf nach links ab. Nach 750 m wendet sich an der Mostschänke Grüner der E8 nach links,
aber noch an der Schänke wieder auf einen Teerweg nach rechts. Ein knapper Kilometer durch ein Wäldchen, leicht abwärts, und man geht am Waldausgang über die Feldaist zum Bahndamm und zum Tunnel.
Hier verlässt man den Mühlviertler Mittellandweg (150), der am Bahndamm nach rechts weiter führt. Der neue Weg, der links weitergeht, heißt Mühlviertler Naturfreunde-Wanderweg und trägt die Nummer 170. Er führt den E8 in zwei Etappen (und natürlich dem Rest dieser) durch das restliche Mühlviertel bis in das Waldviertel zur Nebelsteinhütte.
Der neue 170 bleibt erst einmal auf einem Teerweg gemeinsam mit dem Bahndamm an der Feldaist. Nach 1,5 km, an der Schollmühle, endet der Teerweg und es geht auf einem Wiesenweg weiter. Nach einem weiteren Kilometer schweift der Weg vom Bahndamm ab und erreicht, abermals 1 km weiter, die Klammmühle (eine Bäckerei).
Hier verengt sich das Tal der Feldaist und schroffe Felswände ragen am E-Werk der Mühle und dem Mühlgrabeneinlauf
in die Höhe. Nach 1 km auf einem Teerweg zwischen Bahn und Fluss öffnet sich die Schlucht an einer weiteren Mühle
und Kefermarkt
mit seinem hoch über dem Ort thronenden Renaissanceschloss Weinberg
kommt in Sicht.
Man bleibt auf dem abwechselnd Teer- und Schotterweg stets zwischen Bahn und Fluss bis hinter dem Bahnhof. An der Straße überquert man dann die Bahngleise (links ein Spar-Markt). Der E8 zweigt sofort links und nach 200 m nochmals links ab und führt aufwärts in einem Rechtsbogen in das Zentrum an der Pfarrkirche. Hier findet man einen Gasthof und weitere Geschäfte und Sehenswürdigkeiten. Ein wenig hinter dem Kriegsdenkmal endet die Straße, man geht auf der Querstraße nach links, den Wegweisern hoch zum Schloss Weinberg folgend.
Der 170 führt links von der Straße weg direkt am Schlosseingang vorbei und – noch wichtiger – an der Schlossbrauerei,
die gleichzeitig auch ein Gasthaus mit (natürlich nicht gerade preiswerter) Übernachtungsmöglichkeit ist. Vom Parkplatz an der Straße führt ein Schotterweg nach links in den Wald. Den Linksknick nach einigen Metern macht man aber nicht mit, sondern geht auf einem Waldweg geradeaus weiter aufwärts durch den Wald. Erst nach über einem Kilometer verlässt man den Wald, geht an dem Güterweg rechts und kommt zu den Häusern von Grieb.
Dort geht man zwischen den Häusern an einer Hofeinfahrt vorbei auf einen Feldweg, der im Wald (an einem Abzweig links) auf den Buchberg steigt. Wem die mehr als 300 hm Aufstieg von der Feldaist bis auf den Buchberg in den Knochen stecken, kann im Aussichtspunkt Hoh Haus
auf einer Felskanzel mit Gipfelkreuz und prächtigem Ausblick zurück ins Tal Rast machen (es ist nur ein luxuriöser Unterstand, es gibt keine Bewirtschaftung). Der Name Hoh Haus geht auf eine Befestigungsanlage aus der Jungsteinzeit zurück, es gibt auch einige beschilderte Fundstellen.
Ein paar Meter auf dem Querweg nach rechts, dann ist auch der tatsächliche Gipfel an einer Wegeteilung erreicht. Dort geht es den Waldelfenweg (keine gesehen!) links kräftig abwärts zum Waldrand und dort links (!), Trittspuren folgend auf der Wiese weiterhin bergab. Über die Punkendorfer Bezirksstraße geht man an einem Hof und zwischen den Heumieten vorbei und weiter abwärts durch ein paar Bäume.
Wir hatten übrigens, zurück auf einer Wiese, an diesem Tag genug vom Wandern (obwohl die Braunberger Hütte nicht mehr weit entfernt lag) und haben uns und unser Zelt dort niedergelassen.
Über den Wiesenweg kommt man zu den Hofgebäuden und geht dort auf dem Teerweg weiter. Der voraus liegende Grensberg wird rechts auf einem Güterweg umgangen, aber am Hioaslbauernhof mit glücklichen Kühen links vorbei beginnt der Aufstieg auf den Braunberg.
Hinter dem Hof geht man an einer Wegteilung den rechten Wiesenweg, steigt im Wald höher, passiert einen Hof auf der rechten Seite und steigt abermals auf einem breiten Fahrweg zur Braunberghütte
an, die seit mehr als 100 Jahren (äußerlich) nahezu unverändert am Waldrand steht und nicht nur einen schönen Blick ins Tal, sondern auch leckeres Essen und Schlafplätze für 30 Personen bietet.



06 Braunberghütte – Liebenau
(26,1 km, 907 hm)
An der Hütte kommt von Freistadt der Nordwaldkammweg 05 hinzu. An der Wegekreuzung bei der Hütte geht man nach Osten und steht nach wenigen Metern am Braunberggipfel, kurze Zeit später auch auf dem Ostgipfel, wenn man rechts auf einen Pfad ausweicht. Der Waldweg führt nun 50 hm abwärts, bis wieder aus dem Wald beim Pferdehof Rössl Alm ein Güterweg erreicht ist. Diesem Teerweg folgt man durch die Felder durch eine Senke nach links in den kleinen Ort Stiftungsberg. Am Ortsrand verlässt uns der 05 wieder, der 170 führt geradeaus über einen Hügel als Feldweg weiter bis zur Straße im Ort March.
Die Straße wird rechts versetzt gequert, es geht links an den Häusern und dann rechts auf einem Teerweg weiter. Wieder geht es aufwärts, durch einen Waldrest nach Neudorf. Das große Gebäude beherbergt das Gasthaus Wurm zur deutschen Hand.
Hier sollte man sich, wenn nötig, stärken, denn vor dem Ende der Etappe gibt es kein Gasthaus oder Geschäft mehr.
Vom Gasthof aus empfiehlt es sich, einmal die Markierungen am Gasthof vorbei zu ignorieren und zwischen den beiden Gebäuden hindurch und dann links am solarpanelbedeckten Haus vorbei zu gehen. Der Teerweg wird gequert, dann geht man geradeaus auf einem Feldweg über eine Kuppe an einem Hof vorbei zu einer Kreuzung. Dieser Weg ist nicht nur kürzer, sondern auch „asphaltfrei“ im Gegensatz zum markierten.
An der Kreuzung den Schotter/Wiesenweg weitergehen und hinter einigen Bäumen hinab zur Straße und auf dieser wieder hinauf zur Häusergruppe (ich traue mich schon gar nicht, Ort zu schreiben) Amesreith.
Der E8 führt auf der Straße durch den Ort und auch noch weiter, schneidet zwei Straßenkurven und fällt dann rechts als Waldweg parallel zur Straße ab in das Harrachtal, wo erstaunlicherweise nicht eine Harrach fließt, sondern die Harbe Aist und die Schwarze Aist zusammen, wenige Meter (rechts neben der Brücke), nachdem man die Landstraße überquert und auf der Ortstraße weitergegangen ist.
Im Ort biegt man an der Feuerwache rechts auf einen ansteigenden Teerweg ab, der im Wald als Schotterweg aber eben bleibt und nach einigem Geschlängel über Wiesen in den Ort Windgföll führt. Gegenüber der Kapelle
verlässt man die Häusergruppe auf einem Teerweg, der eine scharfe Kurve über einen Bach beschreibt. Direkt hinter der Kurve verlässt man dann auch die Straße auf einem Feldweg nach links. Am Abzweig hinter den Bäumen bleibt man links, so dass nach ein paar Metern die asphaltierte Zufahrt Eipoldschlag und der Ort selbst erreicht ist.
Man geht zwischen den Häusern hindurch, biegt zweimal links ab und verlässt den Teerweg am ersten Baum auf einem Waldweg. Nun steht ein ordentlicher Aufstieg von 80 hm im Wald bevor. Am höchsten Punkt zweigt man nach links auf einen Pfad ab, der wieder abwärts zu einem Teerweg am Waldrand führt. Dort kurz rechts, doch an der T-Kreuzung wieder links, erreicht die Straße den Ort Wienau, der sich durch eine bemerkenswerte Kapelle
am Ortseingang auszeichnet.
Noch vor der Kapelle biegt der Weiterweg nach rechts ab und führt erst als Teer-, dann als Schotterweg
über die Felder und durch ein Waldstückchen hinab. Ein Hof wird durchquert und jetzt auch noch die Weiße Aist überschritten, die zusammen mit der Schwarzen und der Harten die Waldaist ergibt. Es geht geradeaus, am nächsten Hof über die Wiese in den Wald. Erneut folgt ein Aufstieg, diesmal über 200 hm, auf steilen Forstwegen und Pfaden im Zickzack zu einer Lichtung, nochmals durch den Wald, bis ein einsames Gehöft vor Eibenberg erreicht ist.
Über die Straße, über die Wiese
und durch den Wald, es geht gerade weiter, aber auch weiter hinauf zur Straße nach Liebenstein. An der Kapelle ist das „Zentrum“ erreicht, rechts gibt es eine Einkaufsmöglichkeit (Sport/Wein/Kunst/Getränkemarkt), links gegenüber sollte der Gasthof Dorfwirt sein, der aber geschlossen war.
An der Feuerwehr verlässt man den Ort, kurz darauf zweigt man nach links auf einen Teerweg ab. Am zweiten Gehöft zweigt rechts ein Feldweg ab, der durch ein paar Bäume und an Höfen vorbei wieder zur Straße führt. Bevor aber die Straße erreicht ist, geht man (Seehöhe 1000 m!) an einem Hof links zum Wald, steigt noch ein wenig an und erreicht den Koblberg,
den mit 1044 m höchsten Pass Oberösterreichs.
Beim Waldaustritt geht man an den Bäumen vorbei zur Hauszufahrt und wieder zurück zur Landstraße, darauf ein paar Meter nach links, um an einigen Häusern am Fuße des Brockenbergs mit dem Funkmast wieder rechts abzweigen. Am nächsten Haus geht man nach links und gleich darauf nochmals links auf den Brocken zum Funkturm. Der Berg ist nicht ganz so hoch wie sein Namensvetter im Harz, aber man kann sich die 50 hm dennoch ersparen und um den Berg herumgehen. Wie auch immer, der Weg führt über die Wiese zum letzten Haus der Siedlung Glashütten, überquert die Straße
und schwenkt am Waldrand nach links. Am Waldeck kommt der Nordwaldkammweg 05 (gleichzeitig auch der E6) hinzu. Gemeinsam geht es am Haus Lehner vorbei in den Ort Liebenau.
Im Ort findet man ein festes Dach über dem Kopf genau dort, wo der E8 auf die Dorfstraße trifft, im Hotel Rockenschaub. Hinter der Kirche sollte man den schönen Granitsteinbrunnen
bewundern. Wir haben uns in Liebenstein noch Lebensmittel besorgt (der Spar-Markt liegt links am anderen Dorfende) und wenige Meter "im Grünen", am Waldrand, unser Nachtlager aufgebaut.



07 Liebenau – Nebelsteinhütte
(23,0 km, 704 hm)
Wie die Beschilderung am Hotel Rockenschaub
und gegenüber am Pfarrhaus
beweist, verläuft der E8 und der 170 nach einer Wegeumlegung jetzt zusammen mit dem 05 geradeaus zur "Wintersportarena", wo er an einem Schuppen links ab in den Wald führt
. Der hauptsächliche Unterschied zum alten Verlauf: Der gemeinsame 05-170-E8 verläuft im Wesentlichen durch den Wald, der alte 170 folgt meist einem Güterweg durch Kulturland, von Bauernhof zu Bauernhof. Beides hat seinen Reiz. Da ich den neuen Weg nicht ausprobiert habe, hier die Beschreibung der in der Karte cyan gefärbten alten Route:
Der alte 170 geht für auf der Dorfstraße nach rechts und zweigt 100 m weiter in ein Sträßchen ein, das zu einer (noch entstehenden) Neubausiedlung führt. Dort behält man die Richtung bei und verlässt auf einem Feldweg den Ort abwärts in Richtung Wald. Der Wald ist allerdings nach ein paar Metern durchlaufen, es geht zu einem „Marterl“ am Güterweg und dort links am Reiterhof vorbei.
Man geht an der Wegteilung links und hinter dem Wäldchen rechts abwärts zu einem Bach. Dabei handelt es sich um den Großen Kamp, der gleichzeitig die Grenze von Ober- nach Niederösterreich und vom Mühl- zum Waldviertel darstellt. In der Folge schlängelt sich der E8 auf Güterwegen immer im leichten Auf und Ab von Hof zu Hof durch offenes Gelände.
Nach etwa 4 km auf diesen Güterwegen weicht in einem Straßenknick ein Pfad am Wiesenrand ab, dem man für 250 m abwärts zu einem Graben und auf dessen anderer Seite wieder hoch zu einem Gehöft führt. Am Strommast geht es zwischen den Hofgebäuden nach links hindurch und dann über die Wiese und unter Bäumen weiter aufwärts zu einem Wegkreuz an einem Hof, dessen Zufahrt wir nach rechts gehen, über eine Kreuzung hinweg. Am nächsten Wegkreuz wird der Teer- zu einem Schotterweg, der geradeaus in den Wald führt und dort (verhältnismäßig) kräftig abfällt.
Man kommt aber schnell wieder zu einem Güterweg, dem man nach links um den Hof und die Koppel folgt. Am nächsten Hof geht es vor dem Schuppen auf der linken Seite wieder (und nun für längere Zeit) in den Wald. Die unvermittelt auftauchende Bundesstraße wird rechts um 150 m versetzt überquert, dann noch einen kleinen Waldzipfel absolviert und die Siebenhöfsind auf einem Feldweg erreicht.
Der Weg führt um den Hof herum auf einen Güterweg, dem man nach links bis zum übernächsten Hof (direkt am Weg) folgt. Vor den Hofgebäuden verlässt man allerdings den Güterweg, geht über die Wiese zum Waldrand und bleibt links am Waldrand. Kurze Zeit später kommt man in Sichtweite weiterer Höfe.Der Feldweg mündet auf wieder auf einem Güterweg. Bei der Kreuzung kommt der 05 zurück, mit ihm geht es nun immer geradeaus an den Höfen vorbei für 2,5 km in den Wald.
In der letzten Stunde ist der Weg wieder gestiegen. Im Wald wird die 1000-m-Marke erst auf einem breiten Forstweg übertroffen, dann zweigt man in einer linken Kehre des Forstweges nach rechts ab. Kurz vor dem Waldaustritt geht es kräftiger bergab, bis 100 hm tiefer die Bundesstraße 30 erreicht wird.
Links hinter dem großen Straßendreieck liegt die Holzhackersiedlung Karlstift (doch eher ein Wintersportort) mit mehreren Gasthöfen, aber keinen (?) Geschäften. Der Mühlviertler Naturfreunde-Wanderweg 170 endet hier, die 05 des Nordwaldkammwegs übernimmt bis zur Nebelsteinhütte.
An der Dreieckskreuzung geht man geradeaus weiter zum Aichelberglift und der Karlstifter Hütte.
Über den Parkplatz betritt man den Wald. Der Forstweg führt nun über fast 5 km am Einsiedelbach
bis zu dessen Mündung im der Lainsitz entlang. Es geht durch viele Kurven, an vielen Abzweigungen vorbei und über viele Bäche hinweg,
aber der Forstweg behält immer seine Richtung bei, horizontal wie vertikal (nämlich abwärts).
Hier wurde mir klar, dass wir auf der Nordseite der europäischen Wasserscheide angelangt waren (ich dachte, alles Flüssige würde hier das Schwarze Meer bewässern). Die Lainsitz, die am Aichelberg entspringt, mündet aber in die Moldau und fließt somit in die Elbe und die Nordsee! Im Gegensatz dazu münden die bis auf ein paar Bäche an der tschechischen Grenze alle Flüsse im Mühlviertel, die Mühlen, die Rodln, Gusen, die vielen ...aists, die wir überquert haben, sämtlich in der Donau.
Kurz vor der Lainsitz, bei Joachimstal,
schwenkt der Weg nach rechts, verlässt den Einsiedelbach und tritt aus dem Wald. Hinter den Häusern von Joachimstal mündet der Waldweg auf einem Güterweg, den man für etwa 700 m entlang geht, bis man links durch den Wald hinunter zum Haus Eisenwerk wechselt.
Dort geht man links einen Schotterweg, bald einen Waldweg
aufwärts nach Friedental
und von dort über eine Lichtung und an einem Granitblock vorbei, bis man die Wiesen von Althütten erreicht hat.
Voraus liegt das Etappenziel, der Nebelstein. Der Wiesenweg endet an der Straße an einem Gehöft. Der Aufstieg auf den Nebelstein hat begonnen. Man folgt der Straße nach links, geht aber in der Rechtskurve geradeaus in eine Zufahrt und dann einen Pfad am Wald und durch Gestrüpp hoch bis zu einer Straße am Fuße des Nebelsteins.
Dort links und VOR dem Parkplatz einen Waldweg nach rechts im Wald nach oben. Nach einem kurzen Anstieg gelangt man zum Fahrweg zur Hütte, man sieht erste Felsformationen des Gipfels
und steht zwei Minuten später vor dem Hütteneingang.
Die Hütte machte einen überaus angenehmen Eindruck, es gab (natürlich erst nach dem Gipfelsturm)
leckerlecker einen großen Teller voll Schwammerln und viel kaltes Bier vom Hüttenwirt (Marke rustikal, aber herzlich). Wir bezogen ein angenehmes Zimmer und schliefen - frisch geduscht - fester als die Nebensteine!



08 Nebelsteinhütte – Gmünd
(28,1 km, 468 hm)
Wenige Meter neben der Nebelsteinhütte zweigt der E8 auf einen steil abwärts führenden Pfad mit der Markierung 607 (und vielen anderen Nummern) ab. Die 07 (mit verschiedenen „Vornamen“, die erste Ziffer bezeichnet die Region) wird nun für den Rest der Wanderung bis an die slowakische Grenze bei Bratislava unseren Weg bestimmen.
An der Straßenkehre angekommen, wendet man sich sofort nach links und bleibt für 1,5 km auf dem Schotterweg. Andere Wege zweigen ab, der 07 führt stets abfallend in nördliche Richtung. Bei einer Kurve nach rechts, an einem Kapellchen, kürzen wir eine Wegschleife geradeaus über einen Wiesenpfad ab, auch auf der folgenden Straße geht es nur kurz nach links und dann wieder rechts auf einen Pfad über die Wiese.
Vorbei an der Waldpension Nebelstein wird wieder eine querende Straße erreicht,
die man überquert. Es geht am Waldrand einen Steig bergab, der den Hirschenwiesbach überquert und an einem Sträßchen endet. Auf diesem Teerweg geht man rechts und stößt an einem Teich auf das Gasthaus Holzmühle. Man kann an dieser Stelle aus zwei Wegvarianten wählen.
Die Variante (07A) geht geradeaus, erst auf der Straße am Moorbad vorbei nach Harbach und Maarbach, dann auf Waldwegen auf den Mandelstein, von dort hinunter nach Heinrich bei Weitra und weiter über Feld- und Waldwege, an Wackel- und anderen interessanten Steinen vorbei nach Unserfrau und hinter Weitra wieder auf den Hauptweg zurück.
Der Hauptweg geht nach rechts über die Wiese zu einem Sträßchen, wo man links geht und nach 300 m eine größere Straße erreicht. Hier geht es nach rechts. Man bleibt für etwa 3 km auf der Straße, geht vorbei am Steinernen Weib
und durchquert das Dorf Wultschau.
Hinter dem Dorf steigt die Straße an und erreicht den Waldrand, wo man endlich nach rechts auf einen Waldweg abzweigen darf. An einer Gabelung geht es auf dem Waldweg nach links und dann in einem Waldstreifen am Wultschaubach entlang durch das romantische Gabrielental.
Kurz vor Weitra wird der Bach überquert, man passiert eine Kneippanlage
und steht an der Stadtmauer von Weitra und an einer breiteren Straße. Ein paar Meter nach rechts, an der Straßengabelung parallel zurück und in einer Kurve in das Dorfzentrum mit bunten historischen Häusern, Kirche, Rathaus und Schloss. Und "Cafés"
an der Dreifaltigkeitssäule und Lebensmittelgeschäften.
Weitra wird zwischen Cafe und Spar-Markt durch das Stadttor verlassen. Hinter der Weitra-Brauerei stößt man auf einen Kreisverkehr, wo man kurz links, aber vor dem Friedhof wieder rechts weitergeht. Kurz darauf kommt man am Bahnhof der Waldviertler Schmalspurbahn vorbei,
die sich nun entlang unseres Weges, einer kleinen Straße, die Wiesenhügel entlang und hinauf/hinab windet. Die Gleise werden mehrfach überschritten. Ein Abzweig der Straße, die mit der Bahn am Altweitraer Teich vorbei nach Altweitra führt,
wird ignoriert, man hält auf das Örtchen Ulrichs zu. Am Ende der Straße geht man 100 m in Ulrichs nach links, überquert dann aber den Buschenbach und betritt auf einem Schotterweg den nahen Wald.
Der Weg steigt im Wald und auch kurz danach in den Feldern an, umrundet den aufgegebenen Friedrichhof und strebt an einer Baumreihe auf die nahe Landstraße zu. Hier kommt nicht nur die Wegvariante 07A wieder zurück, hier sollte auch der Wanderweg um ein paar Meter nach rechts versetzt weiter geradeaus über die Felder gehen. Der zuständige Bauer hat das aber offensichtlich ignoriert und den Weg kurzerhand „untergepflügt“. Wir sind dann zwischen den Feldern querfeldein gegangen und haben nach 300 m einen Feldweg am Waldrand erreicht. Der Feldweg beschreibt eine Linkskurve und dort, wo er wieder gerade wird, muss man nach rechts auf einen Pfad abzweigen, der im Wald über eine kleine Erhebung und nach gut 500 m auf einen querenden Forstweg führt.
Ab hier ist die Markierung wieder eindeutig, man geht erst nach rechts und vor einem Abzweig einen Pfad nach links. Der Pfad mündet am Waldrand auf einen Feldweg,
der erst geradeaus, dann rechts abzweigend auf das Dorf Dietmanns zuführt. Das Dorfzentrum bleibt links liegen, man geht die Dechant-Hauer-Straße nach rechts, vorbei an einer Näherei bis zur Hauptstraße. Dort links, direkt wieder rechts in die Edelholzstraße und geradeaus, an einem Kreuz vorbei,
bis 1 km nach der Hauptstraße ein Schotterweg nach links abzweigt (beziehungsweise, es geht geradeaus weiter). Man folgt dem Schotterweg 1,3 km geradeaus bis zu einer Abzweigung nach links. Über schöne Forstwege
geht es nun durch den Nadelwald, erst 1,3 km geradeaus, dann rechts abzweigend weitere 1,3 km, bis man an der Landstraße zur Grenzstadt Gmünd ankommt. Auf dieser geht man links weiter. Der E8 zweigt nach 500 m am rechten Waldrand auf einen Feldweg ab.
Wir allerdings hatten genug getan für diesen Tag und sind 200 m weiter zum Sole-Felsen-Bad gegangen. Hier gibt es ein neu erbautes Hotel und daneben einen (ziemlich lauten) Campingplatz
(Anmeldung im Hotel). Im Hotel kann man gut essen und im Aßangteich baden.
Soll gesund sein... Wer einkaufen möchte oder muss, sollte dies hier tun, denn der Weiterweg führt am nächsten Tag nur durch die Randbezirke von Gmünd.



09 Gmünd – Heidenreichstein
(23,3 km, 459 hm)
Am nächsten Tag geht man den zuvor schon ausgekundschafteten Feldweg am Neu- und am Pilzteich
vorbei in den Wald. Der Weg heißt nicht umsonst Teichkettenweg, denn schon bald passiert man zwei weitere kleine und hinter der Bahnunterführung (dahinter rechts und kurz darauf wieder links) auch noch den Fuchsteich, bevor man an einem Sportzentrum und einem Baugeschäft die Hauptstraße erreicht.
Zwischen den Häusern 49 und 51, gegenüber eines OeAV-Vereinsheims, geht es weiter in den Schützenweg und zum malerischen Malerwinkel am aufgestauten Braunaubach mit einem alten Badehaus.
Die Markierung ist undeutlich, aber auch nicht so erheblich: Man kann über den Bach und geradeaus über eine Treppe nach oben gehen oder am Wasser bleiben und nach links zum Gasthof Traxler gehen (aber nicht mehr über den Bach). Egal wie, über den Bogen der Fuchssteinstraße gelangt man zu einer Infotafel, bei der man in den Naturgarten Blockheide einsteigt.
Die Blockheide ist üblicherweise von Touristen und Ausflüglern überlaufen, mit gutem Grund. In einer (angeblichen) Heidelandschaft liegen kurios aussehende riesige Granitblöcke herum, die ausdrücklich keine Findlinge, sondern Restlinge sind, es gibt Restlinge in Teichen,
einen Aussichtsturm, einen Kiosk, ein Infozentrum und viele Spielmöglichkeiten für Kinder. Nach gut 1 km auf dem Sandweg ist das Vergnügen vorbei und man verlässt den Naturpark am Eibenstein. Demzufolge heißt der nächste Ort auch Großeibenstein. Er wird auf der Straße durchlaufen, am Feuerwehrhaus biegt man rechts auf einen Teerweg ein. Dieser Weg führt noch an einigen Häusern am Waldrand entlang, wo das Sträßchen aber nach links abknickt, geht es auf einem Schotter/Sandweg geradeaus in den Wald.
Nach kurzer Zeit wird an einem Forsthaus der idyllische Ludwigsthalerteich erreicht. Schon vor dem Teich führt der 07 nach rechts und verläuft gut markiert durch den lockeren Wald. Immer wieder lauern mystische Granitblöcke im Unterholz. Der breite Wald/Forstweg überquert nach 3,5 km (ab Teich) auf die Waldviertler Straße, unterquert nach einem weiteren Kilometer eine Hochspannungsleitung, doch nach nochmals 500 m Waldweg ist an der Thayatal-Bundesstraße (zwischen Schrems und Heidenreichstein) der Ortsrand von Schrems erreicht.
Scherms ist aber kein Zwischenziel, es geht auf der anderen Seite der Straße weiter zu einem Dorf mit dem etwas merkwürdigen Namen Eugenia, das sich durch eine große Fabrik (Elektrokram) und durch eine Kneipe im thüringischen (!) Besitz auszeichnet. Hinter der Kneipe führt nach links erst ein Teer-, dann ein Schotterweg über den schon bekannten Braunaubach an einem Forsthaus vorbei in den Wald.
Nach 1,5 km zweigt der E8 an der Waldwegekreuzung mit der Hubetuskapelle, an der der Weg 650 von rechts hinzukommt, nach links und weitere 1,5 km später nach rechts. Nun sind ist die Wackelsteinstraße erreicht, und tatsächlich, am Wegesrand finden sich große Felsen wie der „Kas im Loab“
und wenig später ein wenig rechts abseits der berühmte Amaliendorfer Wackelstein (tatsächlich, er bewegt sich...).
An einem kleinen Parkplatz wird der Wald verlassen und das Streudorf Amaliendorf auf der Hauptstraße Richtung Wielandsberg durchwandert. Erst an der Kreuzung hinter dem Feuerwehhaus kann man die Straße nach rechts verlassen. Der Weg führt um ein Gehöft, überquert ein Sträßchen und tritt zwischen zwei Tümpeln als Feld/Waldweg in den Meinhardtswald ein.
Nach 750 m und einer leichten Erhebung ist es schon vorbei mit dem Meinhardtswald. Am Kaltenbachteich
entlang kommt der Weg in ein Industriegebiet mit Flugzeugrestaurant.
Man folgt der Flugrichtung, quert die Schremser Straße und geht über das Dorfsträßchen von Kleinpertholz, erst an dem Moormuseum, dann an einem Atelier vorbei in das Zentrum von Heidenreichstein.
Die Pertholzer Straße endet an der Schremser Straße am Teich der Wasserburg Hohenreichstein
aus dem 12. Jh. An der Bundesstraße geht es links, am Kreisverkehr rechts und am Dorfplatz halbrechts über den Romaubach bis zur evangelischen Kirche. Hinter der Kirche biegt man von der Bundesstraße in den Parkweg ein, der rechts an der Marithalle vorbeigeht.
Kurz hinter der Halle ist auch schon das Tagesziel erreicht: An einem Tümpel bot sich ein schöner Platz für unser Zelt. Die Wiesen rundum waren allerdings voll mit Leuten, die in der Marithalle eine Versammlung abhielten wegen Chemtrails oder irgend so etwas. Spinner auf jeden Fall...



10 Heidenreichstein – Thaya
(22,6 km, 343 hm)
Vom Zeltplatz an der Marithalle ist der Rand des Gemeindewaldes schnell erreicht. Ein breiter Forstweg
führt durch das Hochmoor zum Winkelauer Teich. Alternativ kann man kurz nach dem Waldeintritt links über einen Bretterweg direkt durch das Moor gehen und an der Straße von Amaliendorf nach Pfaffenschlag den „echten“ 07 wieder treffen.
Dort geht es links am See entlang Richtung Schwarzenberg, doch direkt am Ende des Straßendamms,
hinter einem Bauernhaus, zweigt ein Feldweg nach rechts ab. Diesem Feldweg folgend erreicht man lockeren Wald. Nach 1,5 km tritt der Forstweg vor dem Ort Artholz wieder in offenes Gelände. Im Ort geht man an der gelben Kapelle vorbei auf das Ortssträßchen und folgt diesem 3 km durch die Felder
bis in den Ort Buchbach. Die knapp 600 m hohe Anhöhe vor Buchbach ist – so habe ich gelesen – wieder die Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.
Am Ortsende weicht der 07 von der Dorfstraße ab und verläuft rechts und am Abzweig direkt links auf einem Teerweg zu einem Tümpel, dessen Zu/Ablauf übrigens nicht der Buch-, sondern der Sarningbach ist. Hinter einer Hochspannungsleitung geht man vor einem Wäldchen nach links, hält sich danach rechts und geht auf dem Teerweg erneut unter der Stromleitung hindurch bis in den Ort Brunn.
Im Ort geht man nur wenige Meter auf der Dorfstraße, knickt dann nach rechts ab, geht durch einen Bauernhof und direkt dahinter wieder links. Der Teerweg strebt nun auf ein Wäldchen zu. Nach ein paar Schritten im Wäldchen an zwei Teichen kreuzt ein Schotterweg, der nach links auf Waidhofen zuführt. An der Wegteilung hält man sich rechts. Der Schotterweg führt entlang des Radlbachs zu einer Baustoffhandlung auf der grünen Wiese und dann als Teerweg über die Bundesstraße zum Ortsrand von Waidhofen.
Am Straßendreieck beim Teich hält man sich links, die Vitiserstraße bringt einen bis ins Zentrum und zum Hauptplatz von Waidhofen. Im sehenswerten Zentrum
gibt es nicht nur Hotels, Cafes, Restaurants und Läden aller Art, sondern auch ein Rathaus aus dem 16. Jh. umringt von bunten Bürgerhäusern, ein Renaissance-Schloss und eine Maria-Himmelfahrt-Kirche zu bewundern.
Der Hauptplatz wird über die Wiener Straße Richtung Schloss verlassen. Vor dem Schloss gibt es links einen Durchschlupf und eine Treppe zur Ziegengeiststraße. Noch einmal ein Blick zurück zur alten Stadtmauer, dann geht es an einem Spielplatz vorbei zum Feldrand, dort links und nach 50 m wieder rechts, die Vestenöttingerstraße aus dem Ort hinaus und die große Bundesstraße 5 hinweg.
Direkt hinter der Bundesstraße geht es links in einen Feldweg, der nach kurzer Zeit zum ersten Mal das Thayaufer erreicht.
Der Fluss fließt so langsam, dass es schwer fällt, überhaupt die Flussrichtung zu erkennen. Der schöne Weg endet allerdings bald an der Straße kurz vor Kleineberharts. Der Ort wird ab der Bushaltestelle parallel zur Eisenbahnstrecke „hintergangen“. Hinter dem Ort wird die Bahnstrecke überschritten, direkt hinter dem Übergang führt ein Feldweg in einer knappen Stunde über offenes Gelände nach Thaya. Wenn die Kirchturmspitze von St. Peter über den Hügel hervorlugt,
gelangt man zu einem Teerweg, der weiter geradeaus in den Ort führt.
In Thaya soll sich laut Karte ein Campingplatz befinden und das ist auch so. Er befindet sich direkt am Thayaufer (sehr romantisch...)
hinter dem Fußballplatz (noch romantischer). Man kann die sanitären Einrichtungen des „Stadions“ benutzen. Anmelden muss man sich im wohlschmeckenden Gasthof Trefanitz oben im Ort gegenüber der Kirche. Wenn man noch Zeit und Lust hat, kann man sich im benachbarten Uhrenmuseum umschauen.



11 Thaya – Liebnitz
(28,9 km, 686 hm)
An der Kirche vorbei führt die Zwettler Straße (es handelt sich verwirrenderweise um ein anderes Zwettl) über der Thaya Richtung Niederedlitz. Die Bahn, die kurz zuvor den Fluss überquerte, unterquert jetzt die Bundesstraße
und diese an der Stegmühle wiederum den Fluss. Hinter dem Fluss zweigt ein Feldweg nach rechts ab (nicht den Teerweg zuvor nehmen). Dort ein 500 m geradeaus, dann den Teerweg nach links nehmen. Nicht einen Kilometer später ist Niederedlitz erreicht. Auf der Ortsstraße geht man nach rechts aus dem Ort heraus und in Richtung Göpfritzschlag aufwärts bis zum Waldrand.
In einer Rechtskurve verlässt man die Straße auf einem Forstweg nach links. Der Weg wird aber nach 300 m wieder nach rechts verlassen. In einer Rechtskurve hält man sich geradeaus und bleibt am Waldrand. Ein Güterweg wird erreicht und kurz nach rechts benutzt, dann geht es weiter auf einem Pfad und Wegen am Waldrand. Am nächsten Güterweg das gleiche Spiel: rechts und nach ein paar Metern wieder links am Waldrand weiter, immer mit schönem Ausblick auf Dobersdorf.
Wir wurden die ganze Zeit am Waldrand schon von einer Unzahl Bremsen verfolgt, als wir aber kurz vor Erreichen des dritten Güterwegs rechts in den Wald abgebogen sind, flogen uns ganze Wolken von Bremsen an. Wir rannten den Waldweg herunter und hatten weder einen Blick für den Felsenteich
noch für den Steinkreis Arena Geomantica,
einem „Ort der Kraft, der Meditation und Begegnung mit den Energien der Erde“.
Auf dem Sträßchen, an dem der Waldweg endet,
geht es kurz nach links und dann nach rechts mit Blick auf Dobersberg
auf der Skipiste, an der Jausenstation, der Talstation des Skilifts und einem Grillplatz auf einem Felsen neben der Thaya hinunter und schließlich wieder zum Flussufer zurück.
Über ein Holzbrückchen
wird die Flussseite gewechselt und die Bahn überschritten. An einem Bienen-Museum
geht man rechts durch einen Waldstreifen mit Wildgehege und trifft am Ortsrand von Dobersberg auf die Bundesstraße 36. Nach ein paar Schritten auf der Bundesstraße biegt man rechts an der Kirche ein und erreicht den Hauptplatz mit Geschäften und Gasthäusern.
An einem davon, dem Dobersbergerhof am östlichen Ende des Platzes, führt der E8 vorbei nach Nordosten und wieder aus dem Ort.
Der Feldweg mit freier Aussicht
nähert sich einem Wäldchen, das nach 750 m erreicht ist und kurzerhand durchschritten wird. Schon ist man im nächsten Ort Lexnitz. Dort geht es auf der Straße kurz nach rechts, aber bald ist wieder ein Feldweg unter den Füßen. Die ehemalige Bahnlinie (wird als Radeltrasse ausgebaut) wird überschritten, dann bleibt man zwischen Fahrradbahn und Thaya. An der Radlmühle (sic!) geht man über den Fluss und folgt der Straße nach Schuppertholz.
Hinter dem Ort biegt man links in einen Feldweg ein, der aber kurze Zeit später wieder an einer Straße endet. Dort nach links an einer Grube vorbei in den Ort Hohenwarth
und auf der „Hauptstraße“ bleibend hindurch. Wo ein Waldzipfel fast die Straße berührt, geht man links und in einem hoch über der Thaya gelegenen Bogen um eine Kiesgrube herum zurück zur Straße. Vor dem Ort Münchreith zweigt ein Sträßchen nach links ab und bringt uns hinunter zu einer Brücke. Vor der Brücke zweigt allerdings ein Pfad (unter einer Stromleitung) nach rechts in die Thayaaue ab. Der Weg führt in einem Waldstreifen wieder den Hang hinauf und an diesem bewaldeten Hang in einer halben Stunde nach Karlstein.
Am Fußballstadion weist ein Wegweiser in einen Graben. Er wird durchschritten, dann geht man am Rand eines Gartens zwischen den Wohnhäusern zum Anfang (oder Ende) des Graselwegs, folgt ihm über die Bundesstraße hinweg, an einem Fabrikgelände vorbei wieder über eine Straße. Dort geht es nicht den Gartenweg, sondern links davon den kleinen Schulberg hinunter. An der Schule steht man wieder auf der Bundesstraße. Es geht rechts durch das Zentrum, vorbei an der Kirche, schönen Bürgerhäusern, Geschäften, Gasthöfen und dem Rathaus. Rechts thront das beeindruckende Schloss Karlstein auf einem Felsen.
Der E8 zweigt vor der Thayabrücke nach rechts auf die Sieghartser Straße ab und führt unter dem auf das 12. Jh. zurückgehende Schloss an der Thaya entlang. Kurz hinter der Höhle Stollenloch führt das Sträßlein entlang des Schladeinbachs. Vor der Brücke über den Bach wendet sich der E8 auf einem schönen Forstweg nach links und führt im Wald aufwärts.
Es geht am Rand einer Lichtung entlang und auf Wirtschaftswegen über Felder, bis der Ort Speisendorf mit der rosanen Kirche erreicht ist.
Auf der Dorfstraße geht es nach links, wenn sie einen Bogen macht, geradeaus zwischen den Häusern hinunter und wieder auf die Straße über die Thayabrücke. Dahinter geht es rechts auf einem Teerweg Richtung Liebnitz. Nach 1,5 km überquert man wieder über den Fluss, aber zum letzten Mal an diesem Tag. Denn direkt hinter der Brücke und direkt am Ufer fand sich eine geeignet Wiese zum Zelten.



12 Liebnitz – Drosendorf
(26,6 km, 833 hm)
Auf der Straße wird in wenigen Metern der Ort Liebnitz erreicht. Noch vor den ersten Häusern geht man links über eine Obstwiese hinunter zum Fluss und zum großen Hotelrestaurant Liebnitzmühle (war leider noch zu früh für ein Frühstück). Zunächst folgt man der Straße am Hotel vorbei, doch an der Hahnmühle in der nächsten Flussschleife weicht man von der Straße nach links ab und geht über einen Steg über den Mühlkanal.
Der folgende Pfad an der Thaya
führt an hohen Felswänden
und über Hügel mit schönen Aussichten auf die Thaya nach Oberpfaffendorf (dort wird die Thaya wieder überschritten) und auf einem Feldweg um einen weiteren Mäander nach Raabs. Von der Liebnitzmühle bis zur Einmündung der Mährischen in die Deutsche Thaya sind es 7 km.
Der Weg führt unter dem Schloss
über das Kopfsteinpflaster des Hauptplatzes an einer Mariensäule, vielen bunten Bürgerhäusern mit einer reichen Auswahl an (mittlerweile geöffneten) Geschäften und einem Garten mit „umgedrehten“ Bäumen vorbei bis zum Abzweig des Kollmitzsteigs nach schräg rechts. Der Steig ist erst breit und asphaltiert, wird aber am Ortsausgang zu einem Feldweg, der am Rand der Thaya-Au entlangführt.
Nachdem der Wanderweg am Jungfernstein noch einmal den Fluss berührt hat, entfernt er sich vom Ufer und steigt im Wald fast 100 hm hoch nach Kollmitzdörfl.
Kurz vor dem Dorf, an einer großen Eiche, zweigt ein Güterweg rechts ab. Man folgt ihm und erreicht einen breiteren Fahrweg. Dort kurz nach rechts abwärts und wieder nach links über die Wiese in den Wald. Der Pfad erreicht einen Schotterweg und kurz darauf das Tor
in der „Böhmischen Mauer“,
eine weit vor der Burg Kollmitz liegende Befestigungsanlage aus dem 15. Jh. 10 Minuten später ist auch die mächtige Burgruine aus dem 13.Jh. erreicht (kostenpflichtig zu besichtigen).
Vor der Ruine geht man eine steile Straße hinunter zur Brücke über die Thaya im Ort Kollmitzgraben. Noch einmal zurück ein Blick auf die Burgruine,
dann geht es links kurz auf Asphalt, dann auf Schotter die Thaya entlang und nach 100 m einen sandigen Hohlweg in den Wald. Über einen niedrigen Sattel (an der Wegekreuzung geradeaus) führt der Weg zur Haidlmühle an der Thaya.
Ab der Haidlmühle folgt der E8 dem Historikersteig, der 1927 zu Ehren einer Konferenz eröffnet wurde und zunächst am Fluss entlang führt, dann rechts über den Umlaufrücken steigt und wieder zur Thaya abfällt.
Von den Felsen genießt man schöne Tiefblicke. Der Weg/Pfad führt weiter im ständigen Auf und Ab an der Oberen
und der Unteren Pfinnigsteigmühle
vorbei.
Dann, nach fast 7 km oder gut 2 Stunden, ist an der Lehensteinmühle die Thayabrücke und eine Straße in den Ort Eibenstein erreicht.
Die Bundesstraße wird gequert, der Weg führt links neben der hoch aufgestellten Kirche vorbei durch den Ort. Unter der Burgruine wechselt man erneut die Flussseite und biegt von der Straße nach links auf einen Feldweg ab. Dort, wo der Weg das das Ufer berührt, zweigt man nach rechts in den Wald ab. Der Weg verläuft nun über dem Fluss durch den Wald, dann in Sichtweite der Thayatal-Bundesstraße und überquert am Schloss Primmersdorf (Wohnungen zu verkaufen!) den Fluss.
Gegenüber des Schloss-Parkplatzes führt der asphaltierte Kobergraben im Wald aufwärts. Oben angelangt biegt der 07 nach rechts auf einen Waldweg ein. Der Wald ist von kurzer Dauer, denn bald geht der Weg über Felder
erst nach links, dann an einer Holzstelle durch ein paar Bäume nach rechts auf einem Teerweg auf Autendorf zu. Doch schon bei den ersten Häusern zweigt der Weg nach rechts ab und führt in den Robesgraben, der an einer Kehre des Teerwegs in den Wald eintritt und nach kurzer Zeit wieder den Fluss erreicht.
Mit Blick auf Drosendorf gelangt man nun am Flussufer über das Feld zur Straße und zur Brücke. Auf der anderen Thayaseite biegt man zunächst mit der Straße nach links, zweigt dann aber bei der Einfahrt rechts auf einen Pfad ab, der steil zur Stadt hinaufführt. Man betritt Drosendorf durch das Horner Tor, der Weiterweg findet sich gegenüber der Straße rechts neben der Häuserzeile.
Der angekündigte Campingplatz in der Flussschleife von Drosendorf wurde, so berichtete man uns, wegen der dauernden Überschwemmungen aufgegeben. So verbrachten wir einige heiße Nachmittagsstunden im Schatten des Cafe Moka am Rathaus
und machten uns dann auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz.
Zurück durch das Horner Tor am Kreisverkehr, geht es dort einen Schotterweg den Altstadtberg hinunter. Der Querstraße folgt man nach rechts, geht am Gasthof Hammerschmiede (dies ist die eigentliche Altstadt von Drosendorf) über die Straße, dort ein paar Meter nach rechts und auf die Kirche zu. Dort biegt man von der Straße nach rechts ab, bleibt gerade und steigt in den Wald auf. Nach 500 m erreicht man auf dem Feldweg den Waldrand.
Kurz nach dem „Urlaubsmarterl“, an einer Wegekreuzung, haben wir schließlich einen mehr schlechten als rechten Platz für das Zelt gefunden. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass wir eine ganzen Wildschweinrotte das Leben gerettet hatten: Unser Zelt stand genau im Schussfeld eines Jägers im Hochsitz, der sich, anstatt zu schießen, die ganze Nacht in der Nase bohren musste...



13 Drosendorf - Langau
(21,2 km, 420 hm)
Wir hatten schon ein paar Kilometer seit Drosendorf zurückgelegt, so dass dies eine wirklich kurze Etappe wurde! Am Ende warteten die Duschen eines Campingplatzes, nach dem verpassten Platz in Drosendorf eine hygienische Notwendigkeit.
Da die Thaya hinter der tschechischen Grenze verschwindet, verläuft der Grenzlandweg für eine Weile über die Felder und besucht das große Stift Geras im Süden von Drosendorf. An der Wegkreuzung auf den Feldern geht man „durch“ die Bäume und folgt danach dem Teerweg nach links über den Galgenberg.
Nach gut 2 km erreicht man den Ort Wolfsbach. Im Ort geht es zunächst geradeaus, um dann zweimal nach rechts zu schwenken.
Vor dem letzten Haus biegt man dann auf einen Teerweg nach links ab. An einem Wasserbecken behält man die Richtung bei, der Schotterweg führt durch Wald und Feld immer geradeaus, auch, wenn der Hauptweg eine Kehre nach rechts unternimmt. Dann aber auf die Markierungen aufpassen, denn 600 m nach dieser Kehre muss man doch nach links abbiegen. Bald trifft man auf einen Feldweg,
der in Richtung auf den Ort Kottan führt.
Am Ende des Weges an einer „Triangel“ geht man rechts und noch vor dem Ort an einer Straßenteilung wieder nach rechts auf einen Feld/Waldweg. Der Weg schwenkt nach links und endet an der Landstraße von Kottaun nach Geras. Nach links, und kurz hinter dem Bahnübergang ist der Ort und das Stift erreicht. Zunächst sieht man links den Gutshof des Stifts, dann kommt man an den Fischteichen vorbei und steht vor dem Kloster.
Ginge man die Bundesstraße entlang, würde man den Campingplatz am Edlerseeteich erreichen, der 07 aber führt über die Hauptstraße am Kloster vorbei. Hinter dem Rathaus weist die Markierung nach links in die Langauer Straße, die am Klosterteich entlang zur Bundesstraße 30 führt. Die Bundesstraße geht man ein Stückchen nach rechts, nach 100 m aber zweigt rechts ein Feldweg ab, der auf den Wald zuhält. Im lockeren Wald beschreibt der bewachsene Weg
einen Rechtsbogen und kommt zum Jägerkreuz.
Kurz hinter dem Kreuz, schon beinahe am Waldausgang, knickt der 07 nach links ab und nimmt so noch einen letzten Waldzipfel mit. Doch auch hier ist der Wald bald zu Ende, man tritt in die Sonne und erreicht über Feld- und Teerwege im Zickzack den Ortsrand von Langau. Über die Bahngleise hinweg durchquert man Oberhöflein und geht die Dorfstraße einen Kilometer bis zum Hauptplatz von Langau.
Im Gasthof Alte Post,
genau wie die gegenüber liegende Maria-Himmelfahrt-Kirche aus dem 17. Jh., haben wir eine Weile im Schatten des Biergartens gesessen und Kaltgetränke zu uns genommen. An der Straßenecke hinter der Kirche fanden wir einen Aprikosenbaum mit in der Nachmittagshitze unglaublich heißen und reifen Früchten, nur wenige Meter weiter einen Spar-Supermarkt, in dem wir uns mit allerlei Lebensmitteln eindeckten und gegenüber des Spar-Markts die (lange und schattenlose) Schaffinger Straße zum 1,5 km entfernten Seecampingplatz. Auf dem Camping gab es eine tolle Dusche, Baden im Bergwerksee
war allerdings nicht, das Wasser sah nach den Überschwemmungen im Frühsommer doch zu bäääähh aus.



14 Langau - Niederfladnitz
(24,1 km, 581 hm)
Am Hauptplatz von Langau wendet man sich nach rechts und geht bis zum Sportplatz, hinter selbigem (an der Gegengeraden) und neben einem Holzlager entlang bis zu einem querenden Güterweg. Dort rechts und wieder auf die Bundesstraße zu, darüber hinweg und auf den Waldrand zu. Hier kommt auch der Weg vom Campingplatz hinzu.
An den Bergwerkseen bei Langau vollführt der E8 einen fast vollständigen Kreis und kommt dabei in unmittelbarer Nähe der tschechischen Grenze. Dies machten wir uns zu Nutze und sind vor dem Campingplatz die Straße nach Osten (links) am See entlanggegangen. Ein Wiesenweg zweigt nach links ab und führt zwischen kleinem und großem See hindurch. Hinter der Passage ist wieder die Markierung des 07 erreicht. Der Weg führt noch weiter auf einem Sandweg am See entlang und vollzieht dann eine 180-Grad Kehre nach rechts. Die Markierung ist etwas undurchsichtig, man kann die ganze Sache auch abkürzen, indem man 200 m hinter der Passage zwischen den Seen nach rechts geht, bis man auf ein Sträßchen trifft. Dort 150 m links, dann nach rechts auf einem Waldweg auf die Bundesstraße zu.
Dort angekommen, wendet man sich nach links, verlässt die Straße aber schon nach 150 m beim Austritt aus dem Wald und geht nach rechts auf einem Feldweg an einem weiteren Teich vorbei auf den Ort Riedersburg zu. Man betritt wieder eine Asphaltstraße, auf der man den letzten halben Kilometer bis zum Ortseingang bleibt. Schon am Ortseingang weicht man nach links auf eine Dorfstraße aus.
Hauptattraktion des Ortes ist ein Barockschloss direkt am Wegesrand, das rechts liegen gelassen wird. Die Dorfstraße verwandelt sich in einen schmalen Teerweg, der in einer dreiviertel Stunde über die Felder nach Felling führt.
Wieder wird kurz vor dem Ort die Bundesstraße 30 erreicht.
Der kleine und unscheinbare Ort Felling hat durchaus eine Attraktion aufzuweisen, nämlich eine Perlmuttdrechslerei,
wenige Schritte hinter dem Kriegerdenkmal rechts. Früher vor allem in der Knopfproduktion tätig, hat man sich heute auf Schmuck eingestellt. Man kann die Drechslerei besichtigen und auch reichlich Geschenke für die zu Hause Gebliebenen einkaufen.
Die Dorfstraße passiert den Ort Richtung Hardegg und tritt nach 1 km in den Wald. Weitere 500 m später kann man nun endlich die Straße nach links auf einem Schotterweg verlassen,
der in den Nationalpark Thayatal und hinab zur Thaya führt.
Kurz vor Hardegg bieten sich mehrere Möglichkeiten zum Abstieg an die Thaya an. Wenn man den grünen lokalen Wanderweg 3 erreicht, kann man ihm (wie der 07-Weg) nach links hinab zum Fluss folgen oder (schöner) nach rechts erst einmal auf einem Pfad in gleicher Höhe bleiben. Der bequeme Pfad erreicht den Aussichtsfelsen Max-Plateau, von dem man einen prächtigen Blick auf das Thayatal, auf Hardegg, die kleinste Stadt Österreichs und die große restaurierte Burganlage genießt. Hier teilt sich der Weg erneut. Entweder folgt man dem steilen Schotterweg über mehrere Treppen direkt zum Fluss oder man geht weiter den Weg 3, am Bayerdenkmal vorbei, und gelangt über die Vorstadt in das „Zentrum“ von Hardegg
(Lebensmittelgeschäft) mit Aussicht auf die große Burg.
Von hier laufen alle Varianten gemeinsam flussabwärts zur Grenzbrücke, wo ein Restaurant zur Einkehr zwingt.
Von der Grenzbrücke
aus geht es nun über den Parkplatz des Restaurants auf einen Weg, der zunächst am Ufer verläuft, aber dann – hinter einem Pegel (was macht man eigentlich bei höherem Wasserstand?) – leicht ansteigend in den Wald auf-
und bald auch wieder zum Fluss absteigt.
Allerdings hat man eine längere Flussschleife damit abgekürzt. Würde man an der ersten Wegekreuzung im Wald nach links gehen, käme man an mehreren Aussichtspunkten vorbei zur Einsiedlerhöhle (mit Picknickmöglichkeit) an der Spitze der Flussschleife (und auf einem Weg zurück, der wenige Meter nach der ersten Kreuzung wieder zum 07 zurückkehrt.
Wieder am Fluss zurück, folgt man einem schmalen Pfad direkt am Ufer, bis nach einer halben Stunde der Umlaufberg erreicht ist, eine geologische Kuriosität. Über eine kleine, nur 100 m breite Anhöhe kann man eine fast 4 km lange Flussschleife „abschnüren“. Der E8 führt über diese Anhöhe, wer Lust und eine zusätzliche Stunde Zeit hat, kann am Ufer bleiben. Auf der Anhöhe sollte man keinesfalls versäumen, ein paar Schritte hoch zum Aussichtspunkt zu machen.
Abermals am Fluss zurück (ich musste tatsächlich überlegen, in welche Richtung es wohl weitergehen würde – nach rechts!) folgt man zunächst dem Ufer auf einem Wiesen/Feldweg. Nach einem guten Kilometer ist allerdings der Spaß vorbei und es heißt Abschied nehmen von der Thaya.
Am romantischen Kajabach führt ein Waldweg aufwärts.
Der Weg bleibt am tief eingeschnittenen Bach, bis an einer Wegeteilung die Burgruine Kaja erreicht ist. Wenn man die Ruine kostenpflichtig besichtigen will,
muss man rechts Richtung Parkplatz gehen, der 07 bleibt links auf einem Forstweg und führt an der Ruine und in einer Biegung auch um den Sagteich vorbei.
Auf dem schönen und bequemen Forstweg geht es nun für 4 km ohne große Höhendifferenzen durch den Wald.
Kurz wird ein breiter Fahrweg zwischen Niederfladnitz und dem Schloss Karlslust berührt. Schließlich tritt der E8 an einer Straße aus dem Wald.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein Unterstand, daneben führt ein Feldweg durch die Felder, an einem Gehöft vorbei, nochmals geht es ein paar Meter durch einen Waldrand und dann ist an einer Wegekreuzung an einem Waldeck der ausgesuchte Schlafplatz erreicht.
Die Stelle am kleinen Edelsee sah auf Google-Earth recht einladend aus, allerdings ist der See privatisiert und eingezäunt, so dass wir vor dem Zaun das hohe Gras plattwalzten und unser Zelt zur Nachtruhe aufbauen konnten (endlich!).



15 Niederfladnitz – Alberndorf
(23,1 km, 231 hm)
Bei der Wegekreuzung am Waldeck geht es noch einmal in den Wald, aber nur kurz. Bald ist neben Weinreben ein Fahrweg erreicht, den man geradeaus weitergeht. 1,5 km nach Aufbruch erreicht man die Bundesstraße 30, die in Richtung des Dorfes Hofern überschritten wird. Nach den ersten Häusern biegt man links auf einen Feldweg ab, der der Bundesstraße wieder näher kommt und kurz vor der Bahn an der Straße endet.
Es geht über den nahen Bahnübergang, dann zweigt man sofort nach rechts auf einen Teerweg ab und wendet sich nach 70 m nach links (noch einmal) in den Wald. Doch allmählich kündigt sich das Weinviertel an. Immer öfter kommt man an Weinfeldern
am Rande des asphaltierten Weges vorbei. Endlich öffnet sich der Wald vollständig, man steht auf der Höhe über dem offenen, wenig bewaldeten Weinviertel. Im Vordergrund ist die beinahe spanisch anmutende Windmühle von Retz zu sehen.
Man geht auf der Straße auf die Windmühle zu, zweigt aber etwa 300 m zuvor kurz auf einen Trampelpfad nach links ab, der zum nahe gelegenen Soldatenfriedhof führt. Der Weg geht zum Parkplatz an der Windmühle. Dort kann man (wenn es nicht Winter ist oder Sommerferien sind) die Windmühle besichtigen, einen Heurigen genießen oder sich mit Wein eindecken.
Hinter der Windmühle folgt man zwischen den Reben einem Fußweg, an dessen Ende kurz nach rechts abweichend und dann in der Windmühlgasse hinunter in die alte Weinstadt Retz. An der großen Kreuzung sieht man rechts das Znaimer Tor, durch das man den historischen Markplatz der Stadt mit vielen Geschäften, Cafes und Restaurants erreicht.
Die Altstadt wird genau gegenüber der Znaimerstraße am Schloss vorbei durch die Kremserstraße verlassen. Leider trifft man sofort auf die Bundesstraße 35, der man geradeaus folgt. Nach 350 m zweigt links die Bundesstraße 30 (und auch der E8) ab. Diese Straße geht es nun 2 km an zahlreichen Weinkellern und Weingütern vorbei,
über die Bahnstrecke und durch den Ort Unternalb hindurch. Kurz vor dem Ortsende, an einer Verkehrsinsel mit einem Haus darauf, verlassen wir endlich die Verkehrsstraße und gehen links die Hubertusgasse aus dem Ort. Bei den letzten Häusern überquert der Weg den Seebach, dann geht man die gleiche Richtung weiter mit dem Bach zur Linken. Der Weg beschreibt eine 90-Grad-Kurve nach rechts zur (natürlich Hubertus-) Kapelle, neben der sich auch eine Toilette findet.
Der E8 bleibt vor der Kapelle an einem schattigen Waldstreifen, führt auf einem überwachsenen Weg in einem rechten Bogen auf eine kleine Anhöhe (Der Gupferte) und trifft schließlich auf einen Querweg. Dort geht man links und hält für die nächsten 3,5 km immer die Richtung, auf breiten Schotterwegen, Feldwegen, an Baumreihen entlang, bis der Ortsrand von Pagelsdorf erreicht ist.
In Pagelsdorf haben wir dann endgültig vor der Hitze (knapp an die 40 Grad) kapituliert und uns für die Nachmittagsstunden im Schatten eines Häuschens gegenüber der Feuerwehr niedergelassen. Erst gegen 17 Uhr waren wir bereit, noch ein wenig weiter zu gehen. Auf der Dorfstraße geht es an der Magdalenenkapelle vorbei, aber kurz danach links auf einen Teerweg. Der Weg folgt zunächst der Hochspannungsleitung, schwenkt um eine bewaldete Anhöhe nach rechts auf die viel befahrene B303 (Straße Richtung Tschechien) zu und führt unter dieser hindurch.
Hinter der Straße steigt der Weg um etwa 50 m an und trifft auf die Weinviertler Bundesstraße, der man für 250 m nach links folgt. Dann zweigt man auf einen Schotterweg nach rechts in die Weinberge ab, bleibt dort aber nur für 800 m. Nicht den Weg nach rechts vor der Schutzhütte nehmen und auch nicht den im spitzen Winken abzweigenden Weg kurz dahinter, sondern den nach einer Kurve (man geht quasi geradeaus weiter), einen zugewachsenen Gras- und Hohlweg, der nach 300 m auf einer Straße mündet,
der abwärts führenden Großen Kellerdrift.
Wir staunten nicht schlecht über die zahlreichen Häuschen mit „Saufplätzen“ am Straßenrand,
aber noch mehr, als uns ein „Wollt ihr aan Gschpritztn?“ aus einem Kellerloch
entgegenschallte. Ob der großen Hitze konnten wir natürlich nicht ablehnen (wir sind ja höflich) und haben uns zu den beiden Herren in den angenehm kühlen kleinen Kellerraum begeben. Dort gab es tatsächlich reichlich gespritzten Grünen Veltliner und auch noch eine Führung durch den, nein, unter dem Weinberg. Kalte (!) lange Gänge mit etlichen 10.000-l-Edelstahlfässern...
Etwas angesäuselt traten wir nach einer Stunde wieder auf die Straße – die Hitze traf uns wie ein Keulenschlag. Es geht die restlichen Meter die Kellertrift hinunter, über den Bach Pulkau, der dem Tal den Namen gibt, über Bahngleise bis zum Hauptplatz des Weindorfs Haugsdorf.
Dort behält man die Richtung bei und passiert die Kirche Peter und Paul, man bleibt (im Linksschwenk) weiter auf der Hauptstraße, so dass man rechts am Friedhof vorbei geht. Beim Billa-Supermarkt verlässt man Haugsdorf.
Leider geht es nun auf der Bundesstraße weiter bis Alberndorf. Es gibt noch nicht einmal einen Fußweg, aber man kann versuchen, auf der linken Straßenseite einen Feldweg parallel zur Straße zu benutzen (er ist ziemlich rau und uneben). Wir sind zwischendrin an einer Obstwiese nach links gegangen und haben unser Zelt am Waldrand aufgeschlagen.
Am nächsten Morgen war ich mit meinem Knie nun endgültig fertig. Ich konnte kaum noch einen Schritt tun, so dass wir beschlossen, den Bus (am Ortseingang von Albersdorf, dort, wo der E8 vor den ersten Häusern von der Straße nach rechts zum Locatellwald hin abzweigt)
nach Zellerdorf und von dort die Bahn nach Wien zu nehmen, um die letzten drei Urlaubstage in Wien zu verbringen.



16 Alberndorf - Klement
(29,8 km, 553 hm)
Zugegeben, bis Alberndorf bin ich mangels abendlicher Busverbindungen bei meiner Rückkehr im Frühjahr 2015 nicht gekommen. Stattdessen bin ich in Guntersdorf aus der Schnellbahn von Wien ausgestiegen, ein paar Kilometer über die Felder Richtung Locatellwald gelaufen und habe mein Zeltchen am Feldrain aufgestellt. Auf diese Weise habe ich ein paar Kilometer E8 auf dem Alberndorfer Kellergassenweg verpasst, bitte seht es mir nach!
Am nächsten Morgen ging im Zickzack zwischen den Feldern zum südwestlichen Rand des Locatellwalds. Am Wandrand entlang und ein Waldeck durchquert und schon war in Sichtweite des Gottelhofs der Wanderweg 07 mit seiner rot-weiß-roten Markierung erreicht.
Über die Felder geht es einen Schotterweg geradewegs auf die Straße Untermarkersdorf – Immendorf zu. Am Griegkreuz,
in Blickweite einer Kellergasse, wird die Landstraße überquert und es geht einen Waldweg bis –Pfad
leicht ansteigend in den Melker Wald.
An einem Wegeknick ist rechts eine hohe Zaunbrücke
zu sehen. Tatsächlich – der Wanderweg führt genau darüber in ein Wildschweingehege. Selbige lassen sich auch direkt blicken!
Wie immer beim Umgang mit wilderen Tiere, schleichen Sie nicht herum und geben Sie Laut, so dass die Tiere gewarnt sind und rechtzeitig das Hasenpanier ergreifen können. Nur erschreckte Wildschweine sind gefährliche Wildschweine! (Habe ich mir so zur Beruhigung gedacht).
Man kann nun den Schildern des Rundwanderwegs Buchbergwald folgen. In dem Gehege wird der höchste Punkt, der Buchberg mit Jesuskreuz erreicht.
Der Pfeil weist nach rechts, und der Waldweg geht erst lange geradeaus, zweigt nach links und etwas versteckt nach rechts und dann nochmals nach rechts ab. Auf rauem Waldweg wird der Ausgang des Geheges erreicht.
Auf der anderen Zaunseite strebt der 07 am Rand des Weinbergs einer schmalen Straße zu. Dort geht es rechts, mit Aussicht auf das Pulkautal an einer Hubertuskapelle vorbei, durch eine schöne Kellergasse nach Mailberg.
An der Kreuzung geht man die Holzgasse nach links hinab und trifft auf die Durchgangsstraße am Hauptplatz (Supermarkt). Dieser Straße folgend erreicht man am Ortsausgang einen Feldweg, der links abzweigt (die Richtung beibehält). Dieser Güterweg führt uns in einer knappen Stunde ebenen Wegs zu einer weiteren Kellergasse. Dahinter biegt man rechts ab und hält auf den Ort Diepolz zu.
Leider führen die nächsten Kilometer meist über größere Straßen ohne Gehweg. Hier könnte sich der die Weitwandersektion des OeAV doch eine schönere Route einfallen lassen. Dank meines Navis bin ich zum Beispiel direkt vor Diepolz links in den Pfad am Diepolzer Graben entlang gewandert und habe erst kurz vor Großharras wieder die Straße erreicht. Das ist viel besser als der Kilometer Landstraße im „offiziellen“ Verlauf des 07!
Der Ort mit der weithin sichtbaren Kirche
wird passiert (hinter den ersten Häusern nach rechts und vor der Kirche links), aber am Ortsausgang trifft man wieder auf die Landstraße, die fast 2 km Richtung Stronsdorf und Patzmannsdorf führt. Dann erst, hinter einer Statue von 1797 am Straßenrand zweigt ein Pfad nach rechts am Patzmannsdorfer Graben ab, dem man erst auf der einen, dann hinter einem Brückchen auf der anderen Seite folgt. Stattdessen hätte man hinter der Kirche von Großharras an ein paar Häusern vorbei auf die Felder gehen und rechts/links, die Grundrichtung beibehaltend, auch die Brücke über den Graben erreich können.
Wie auch immer, kurz vor Patzmannsdorf wird wieder die Straße erreicht, der man nun in den Ort folgt. Im Ort gibt es eine Bäckerei mit Dorfladen, die aber täglich nur bis 11 Uhr geöffnet ist! Nicht ärgern, wenn geschlossen, neben der Bäckerei gibt es im mehr als 400 Jahre alten Gasthaus Hammermüller das allerkälteste und wohlstschmeckende Bier, freundlichst kredenzt vom Bikerschani!
Nach der Zeche führt der Weg hinter der Kirche entlang aus dem Ort hinaus. Am Ortsausgang folgt man der kleinen Straße
nach links, erst langsam, dann stärker steigend auf den bewaldeten Hügel zu. An einer Wegeteilung entscheidet man sich für den rechten Weg, passiert ein paar Kellerhäuser
und erreicht 1,5 km nach Ortsausgang den Waldrand.
Im Wald steigt der Weg, der sich von der Asphaltstraße in einen Wald/Forstweg verwandelt, zunächst noch an, dann verläuft er recht eben und auch in ungefähr gerader Richtung etwa 7 km bis zum Waldausgang. Ein paar Kreuze am Wegesrand geben Orientierung.
Und ist das Fischerkreuz
erreicht, ist auch das Waldende nahe.
Bevor eine Autostraße erreicht war, habe bei einem Holzlagerplatz am Waldausgang mein Zelt aufgeschlagen. Der Wald machte seinem Namen „Leiser Wald“ alle Ehre!



17 Klement - Manhartsbrunn
(30,8 km, 642 hm)
Um bei der Frühsommerhitze nicht gegrillt zu werden, bin ich schon im Frühtau zu Berge aufgestanden und losgelaufen, erst zur nahegelegenen Straße und in Richtung auf eine Radarstation
weiter bis zu einer T-Kreuzung. Geradeaus an einem Wegkreuz
weiter führt ein Feldweg auf den Aussichtsturm und die Wallfahrtskirche Maria Oberleis zu. Turm und Kirche werden für die nächsten Stunden mit uns im ständigen Blickkontakt stehen.
Vom Parkplatz an der Kirche führen zwei Varianten hinunter nach Ernstbrunn: Entweder der offizielle E8 über den Parkplatz und über die Felder
oder interessanter im rechten Winkel über eine kleine Erhebung und eine Straße hinweg in den Ernstbrunner Wald Richtung Schloss Ernstbrunn. Dort geht es zunächst auf schmalen Waldpfaden an einem ehemaligen Steinbruch hinab.
Mein GPS-Track wies am Beginn eines weiß geschotterten breiten Weges nach links, der Weg würde an einem Tierparkzaun entlang nach Dörfles führen. Die Markierung jedoch zeigt an dieser Stelle nach rechts und folgt, wenn man sich an der folgenden T-Kreuzung links hält, einem weiten Bogen um das Schlossbis zur Einfahrt (und dem Knick der viel befahrenen Mistelbacher Bundesstraße). Hier geht man auf das Schloss zu, weicht aber gleich vor einem verfallenen Gebäude nach rechts aus und folgt dem Pfad bis zu der Stelle, wo eine örtliche Markierung nach Ernstbrunn weist. Der Weg setzt sich jenseits der Bundesstraße fort und erreicht im Wald eine allein stehenden Häuserzeile. Dahinter geht es tatsächlich den recht reizvollen Fasanhausweg weiter bis in das Zentrum von Ernstbrunn, das am Friedhof zwischen Schule und Kirche erreicht ist.An dieser Stelle kommt der "E8 über die Felder" von links hinzu, die Freude ist kurz, verlässt er nach ein paar Schritten wieder den alternativen Weinviertelweg 632. Der "neue" 07 führt über die Straße Hoher Hausberg und die Hirschmillerstraße hinaus aus dem Ort und anschließend über die Felder nach Gebmanns.
Der alte 07 und nun Weinviertelweg führt den breiten Hauptplatz mit vielen Geschäften, Bäckereien und Restaurants entlang und verlässt die Bundesstraße erst kurz vor der weithin sichtbaren Kalkfabrik.
Am alten Bahnhof und am Gasthaus Schirmböck mit alter Dampflocküberquert man die Gleise und muss für 500 m entlang der Straße gehen. An einem Graben aber verlässt der Weinviertelweg auf einem Wirtschaftsweg die Straße nach links, schwenkt an der ersten Möglichkeit nach rechts und erreicht den kleinen Ort Gebmanns. Schon am Ortsrand geht es links an einem Gehöft vorbei auf einem Feldweg einen Hügel hinauf. Ein Blick zurück
zeigt nun letztmalig das Schloss und den Aussichtsturm von Oberleis (und wer genau hinguckt, entdeckt auch die Wallfahrtskirche).
In Gehrichtung ist nur eine Schar von Windrädern zu sehen. Der Feldweg führt hinab zur Straße
nach Hipples mit seiner schönen Muttergottes-Kirche, die aber von den Windrädern dominiert wird.
Am Ortsausgang von Hipples geht es rechts von der Straße ab. Man folgt den Markierungen des Jakobwegs, durch die Felder und Wiesen.
In Großrussbach muss man aufpassen: Vor einem Kindergarten geht es links eine Treppe hinauf zur Schlossbergstraße. Dort geht man links und hinter der Kirche mit Friedhof
einen Pfad steil in den Wald empor.
Der Pfad windet sich recht angenehm durch den Wald, endet aber schon nach etwa 1,5 km an einer Straße, die uns rechts durch eine Kehre zum allerschönsten Blumendorf Hornsburg führt.
Leider müssen wir wieder für knapp 5 km auf der Straße durch das Kreuttal entlangwandern. Eine echte Weg-Alternative konnte ich nicht ausmachen, eventuell kann man direkt hinter den nicht zugänglichen Teichen, aber auf der anderen Straßenseite in den Wald aufsteigen und, sich immer links haltend, kurz vor dem Hafnerkreuz (wo ist das?) wieder auf die Straße stoßen.
An der T-Kreuzung geht es ein Stück nach links, dann wird an der reizenden Luisenmühle
der Russbach überschritten. Es geht links neben der Straße einen Pfad (Baumlehrpfad, ein Witz) entlang. Der Pfad überquert die Straße zwischen zwei Häusern und steigt am Waldrand steil,
später im Wald flacher auf den Glockenberg.
Nach den langen Passagen über Straßen genießen wir nun die knapp 5 km auf dem nahezu geraden und ebenen Waldweg/pfad.
Es gibt viele lokale Markierungen (mit Karten), an denen wir unseren „Fortschritt“ überprüfen können.
Am Waldausgang (eigentlich war mein Tagwerk an dieser Stelle schon beendet) trifft der 07 wieder auf eine Straße, die, an einem Abzweig nach Pfösing
vorbei, in einer halben Stunde durch Cannabisfelder (schau mal an, die Österreicher!) nach Manhartsbrunn führt. Am Ortseingang wurde das Gasthaus Zum Auge Gottes
geentert und auf der schattigen Terrasse einige Gläser geleert. Das konnte ich mir (alkoholmäßig) leisten, denn nach dem kurzen Gang durch den Ort (die Seebamer Straße entlang) zweigte der 07 nach links von der Straße in den Wald ab.
Dort, wo der Waldweg in einen Pfad überging, strebte ich nach links aufwärts auf die „Scheibe“, wo ich einen schönen ruhigen Zeltplatz fand (sieht man von dem Fasan ab, der die ganze Nacht rumkrakeelte).



18 Manhartsbrunn - Wien Praterbrücke
(28,0 km, 437 hm)
Noch früher als am Tag zuvor, gegen 5 Uhr, machte ich mich auf den Weg gen Wien.
Der Wetterbericht sprach von 33 Grad im Schatten und auf der Donauinsel sollte nicht viel Schatten zu erwarten sein.
In der Morgensonne ging es erst einmal über blütenbedeckte Pfade
und Wege auf dem Höhenzug Richtung Donau. Auf dem Stettener Berg mit Hinweistafeln und Tischen/Bänken genießt man eine dunstige, aber doch prächtige Aussicht auf Wien. Bleibt man beim Stettener Berg links, führt der 07 hinab zu einer T-Straßenkreuzung. Statt der Markierung zu folgen, kann man hier den gegenüber liegenden, offensichtlich zur Straße führenden Weg nehmen. Der Weg bleibt oben neben der Straße, erst kurz vor Königsbrunn kommt man auf Asphalt.
Im „Zentrum“ von Königsbrunn biegt man in die Ortsstraße ein und strebt auf die Kirche St.Magdalena zu, geht aber kurz davor links am Kirchberg vorbei und dann im Bogen um den Berg herum. Das Sträßchen trifft auf eine Querstraße, der man nach links bis zur Hauptstraße folgt. Hier geht es wieder nach rechts, an einer T-Kreuzung erst geradeaus, aber dann direkt rechts in die stille Weinberggasse hinein.
Nun steht der letzte Anstieg bis Bratislava, der Bisamberg bevor! Zunächst aber überquert man die Hauptstraße im Zentrum des Weinorts (man kann es nicht übersehen) Hagenbrunn, geht in die Mühlbergsgasse und steigt erst zwischen Häusern, dann im Wald, erst gepflastert,
dann auf Waldwegen immer höher und höher. Nach gut 3 km ist das Ausflugslokal Gamshöhe erreicht.
Hier geht man links vom Gasthaus noch etwas bergauf (die 07-Markierung ist oben wieder zu sehen) und erreicht schließlich die Elisabethhöhe mit einer phantastischen Aussicht
auf Klosterneuburg mit seinem alles beherrschenden Stift, den Hügeln des Wienerwalds und das glitzernde Band der Donau (Zitat: OeAV). Rechts im Dunst sind die Türme der UNO-Stadt in Wien erkennbar.
Über einen schmalen, steilen und rauen Pfad
geht es in Kehren den Bisamwald abwärts. Immer wieder tun sich schöne Ausblicke auf,
bis schließlich der Pfad auf der Straße In Schiffeln in Langenzersdorf endet. Es geht kurz rechts, dann führt die Makierung auf der Jubiläumsgasse in das Zentrum des Orts mit vielen Geschäften an der lauten Korneuburger Straße. Kurz links und bei der Post rechts betritt man die Klosterneuburger Straße, die unter der Bahn hindurch bis zum Autobahndamm führt. Dort geht man für 400 m links, dann rechts unter der Autobahn hindurch und steht direkt am obersten Stauwerk der Neuen Donau.
Auf der anderen Seite des Wehrs beginnt die Donauinsel, die mit einer Breite von nur etwa 200 m über 20 km lang die Donau und die Neue Donau trennt. Der markierte Weg führt meist über die asphaltierten und nahezu schattenlosen Fahrradwege,
es gibt aber auch die Möglichkeit, den am (Donau-) Ufer verlaufenden Treppelweg zu nutzen, der oft nicht asphaltiert ist. Manchmal bieten sich sogar schattige Pfade am Donauufer an.
Verlaufen kann man sich nicht, man muss nur die zahlreichen Brücken zählen und die am Boden aufgepinselten „laufenden 100 m“ beim Kilometerfressen als Ansporn nehmen.
Auf der Donauinsel gesellt sich der E4 zum E8, beide Fernwanderwege verlaufen nun zusammen bis Hainburg. Die Innenstadt erreicht man am besten nach 9 km über die Reichsbrücke, den Campingplatz
nach 12 km über das nahe der Praterbrücke gelegene Wehr1. Zum Camping kommt man über den Busbahnhof und den Kaisermühlendamm nach rechts unter dem Autobahnkreuz hindurch bis zur Tankstelle, dort links hoch (wenig Hinweise).



19 Wien Praterbrücke - Orth a/d Donau
(29,8 km, 278 hm)
Nach einer unruhigen Nacht, der Campingplatz liegt zwischen dem Autobahnkreuz und einer Güterbahnlinie, setzte ich in der Morgendämmerung den Weg nicht über die Donauinsel, sondern am linken Ufer auf dem noch verwaisten Radweg fort.
Gut 2 km nach der Praterbrücke kommt der 07 über die Steinspornbrücke ebenfalls wieder ans „Festland“. Nach weiteren knapp 3 km, die man auf einem Pfad auf halber Höhe des Deiches zurücklegen kann, umkurvt man den Biergarten Zur Kurve. Man kann aber, wenn man möchte, zunächst auf der Donauinsel bleiben und hinter zwei Hochspannungsleitungen auf der nächsten Brücke das linke Ufer erreichen. Wie auch immer, an dieser Stelle wird die Donau verlassen.
Der Weg führt in die Lobgrundstraße und direkt über eine Bahnbrücke. Dahinter folgt man den Hinweisen links zum einem Parkplatz
und befindet sich sofort im Nationalpark Donauauen, der uns die nächsten zwei Tage erhalten bleibt. Auf der anderen Seite des Parkplatzes wird nochmals ein Gleis überquert, dann wird auf einem Forstweg
rechts und unter heftigen Unwohlgerüchen das zentrale Tanklager des OeMV passiert. Immer am Zaun bleiben, erst an einem Hintereingang wendet sich der Waldweg ab vom Tanklager.
Der nun gut beschilderte Weg führt zum Vorwerk Lobau mit Forstverwaltung, Museum und, nach links abzweigend, auf einem Pfad an einem sumpfigen Gewässer mit Biberbesatzung vorbei.
Ein breiter Weg wird gekreuzt, dann führt ein Pfad schnurgerade an Feldrainen und über Wiesen
(und unter der Einflugschneise des Flughafens Schwechat) entlang.
1,4 km hinter dem Forsthaus, wenn der Weg endgültig in den Wald eintritt (vermeintlich, denn der Waldstreifen voraus ist nur 50m breit), wendet man sich nach rechts und erreicht eine Lichtung mit Tischen und Bänken. Hier bleibt man links, kommt auf einen breiteren Weg, geht diesen ein paar Meter nach links, zweigt dann zweimal rechts ab und trifft am Schneibergkreuz
auf einen breiten Asphaltweg. Es handelt sich um die schon bekannte Vorwerkstraße, der wir 750 m folgen, bevor, über die Kasernbrücke über einen Donauarm hinweg Groß-Enzersdorf erreicht ist.
Hinter der Kasernbrücke ist ein Donaudeich erreicht, dem wir nun nach rechts folgen.
Aus dem Dorf hinaus, geht es in den Wald (rechts: Wien, links: Niederösterreich), das Eberschüttwasser zur Rechten. Ein paar Schritte entfernt sind Überreste des geplanten, aber glücklicherweise nie gebauten Donau-Oder-Kanals zu sehen. Gut 2 km nach Waldeintritt, kurz bevor der breite Weg den Donauarm überschreitet, zweigt der 07 nach links ab (weiterhin ein geschotterter breiter Weg).
Dieser führt für etwa 6 km auf Wegen und bisweilen zugewachsenen Pfaden in un- und in mittelbarer Entfernung erst zum Mittelwasser, dann zum Kühwörter Wasser (zu Beginn des Kühörter Wassers möglichst nicht mit der Markierung nach links schwenken, sondern auf dem Pfad gerade am Wasser bleiben!) durch lockeren Wald, Sumpf- und Feuchtgebieten, über die Gänsehaufen-Traverse
hinweg, an alten Baumriesen vorbei
zum Hubertusdamm am Donauufer.
Man kann sich ganz auf die Natur konzentrieren, Beschilderung und Markierung sind reichlich und deutlich.
Das Wandern auf dem Hubertusdamm (ein asphaltierter Weg auf der Krone, ein geschotteter daneben) ist recht eintönig, auch wenn es links und rechts schönen Auwald mit alten Baumriesen, viele Auwiesen und ab und an einen Altarm zu bestaunen gibt. Bei Niedrigwasser kann man auch den Treppelweg direkt am Ufer benutzen. Das ist etwas mühseliger, aber viel schöner. Man darf sich aber nicht wundern, wenn plötzlich eine Furt über einen Donauarm überschwemmt ist und man wieder ein Stück zurück muss.
Der „offizielle“ 07 läuft über den Damm, zunächst etwa 3,5 km, dann wechselt man am Schönauer Altaerm
nach links über eine Brücke auf den Marchfeldschutzdamm (der gleiche, den wir schon aus Groß-Enzersdorf kennen) und kommt in gefährliche Nähe von Hemis Radlertreff,
wo auch Wanderern eine große kalte Weißweinschorle kredenzt wird. Folgt man dann dem Damm nach rechts,
gelangt man nach 1,5 km (bei zwei Weinschorle 2 km) wieder auf den Hubertusdank und es geht wieder geradeaus geradeaus geradeaus.
Man könnte glauben, dass nichts Besonderes passiert, aber bei schönem Wetter kann man am Horizont zum ersten Mal den ersten Karpatenausläufer, die Hügel hinter Hainburg und die Maly Karpaty nördlich von Bratislava sehen!
Nach 3 km wird der Deich nach links verlassen,
es geht einen Waldweg gen Orth. Die Beschilderung ist missverständlich, der „rote“ Weg ist nämlich weiter auf dem Deich ausgeschildert. Wenn man die Bildereiche
passiert, tauchen auch bald die Türme des Schlosses von Orth auf.
Im Ort gibt es Restaurants (empfehlenswert: Fisch im Gasthaus Binder direkt am Ortseingang), Geschäfte und Übernachtungsmöglichkeiten wie der Jahrhunderte alte Gasthof Schauhuber,
der zwar keine Klimaanlage, aber dank seiner altvorderen Bauweise dennoch kühle Zimmer aufweisen kann.



20 Orth a/d Donau - Hainburg
(24,9 km, 206 hm)
Die letzte „echte“ Etappe auf österreichischem Boden! Vom Ortszentrum führt der 07 am Schloss und an der Kirche vorbei auf der Uferstraße zu einem Waldstreifen. Bei den letzten Häusern verlässt man die Straße und wählt einen parallel verlaufenden schattigen Pfad, der dem Fadenbach folgt. Der Bach und kurze Zeit später auch der Hubertusdeich wird überquert (tatsächlich rauf und wieder runter, NICHT den breiten Weg hinter dem Haus auf dem Deich nehmen), immer schön den Hinweisen zum Uferhaus folgend. Das Uferhaus
entpuppt sich als Gaststätte an einem kleinen Hafen mit Fahrradfähranleger, in dem auch eine gut erhaltene Schiffsmühle treibt.
Nun beginnt wieder der Treppelweg
(als Wiesenweg), der im schönen Frühmorgenlicht an den Orther Inseln
vorbeiführt, aber leider nach gut 4 km viel zu früh verlassen werden soll.
Immerhin werden dann einige sehr schöne Wiesen durchstreift
und durch den Wald (über den Deich hinweg) 3 km später Eckartsau mit dem Jagdschloss erreicht.
Das Schloss wird samt Park auf Ortsstraßen quasi umrundet, die Schlossstraße schließlich leitet dann doch an der Kirche vorbei durch den Schlosspark und direkt an der Rückseite des Schlosses vorbei.
Einen halben Kilometer durch den Wald, und schon ist man wieder auf dem Hubertusdamm, der nun auf einer Strecke von 7 km begangen werden muss, was bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten ohne Schatten nicht gerade eine Freude ist.
Wenn die Strecke aber absolviert ist, wartet in Stopfenreuth, auf der anderen Seite der Brücke über den Überflutungskanal, ein Gasthof (mit Übernachtungsmöglichkeit) mit schattigem Biergarten.
Hier sollte man sich Zeit nehmen, die Hinweistafeln zur Hainburger Rebellion zu studieren. Der 07 zweigt aber, anders als der Radweg, nach rechts in eine Waldstraße ab, die an einer Hochwassermarke
vorbei zur Au-Terasse führt. Hier ist Campen und Baden erlaubt, was an Wochenenden natürlich Halbstarke
anzieht...
Über den unbefestigten Treppelweg
ist in 1 km die Donaubrücke
erreicht. Eine Treppe führt auf den Fußweg hinauf, auf der anderen Donauseite geht es eine Fahrradrampe hinunter. Unter der Brücke hindurch, auf die Donau zu und abermals unter der Brücke entlang – dann führt die Holitzerallee zwischen Auwald und den ersten Häusern von Hainburg entlang bis zu der Stelle, an der der Weg auf die Bahntrasse trifft. Durch die Unterführung
gelangt man in die seit den Grenzöffnungen zur Slowakei und Ungarn von heftigen Autoverkehr belasteten Innenstadt.
Der E8 passiert Hainburg am Ufer. Am Ortsausgang gibt es ein Cafe/Restaurant, die letzte Verpflegungsmöglichkeit vor Bratislava.


21 Hainburg - Wolfsthal (Grenze)
(14,1 km, 154 hm)
Von Hainburg geht es etwas eben weiter, doch die Uferstollen
deuten schon an, dass bald, vor der Ruine Röthelstein,
etwas Ungewöhnliches passiert: Es geht einen Berg hinauf!
Für den Blick von der Burgruine sollte man das Treppensteigen unbedingt in Kauf nehmen. Kurz hinter der Ruine trennt sich der Jakobsweg (blau) vom 07 (rot). Während die blaue Markierung am Ufer bleibt, führt unsere rote um einen Auwald herum, was ja eigentlich nicht tragisch ist, aber dann doch, wenn nämlich der Wiesenweg erst schön am Feldrain entlang führt, dann aber mehr oder weniger im Nichts endet. Ein breiterer Weg nach links über ein Wasser ist falsch, Trittspuren nach rechts ebenso, man muss den Trittspuren geradeaus folgen, auch wenn der Pfad für 300 m von hohen Brennnesseln überwachsen ist (und ich armer Rolf mit kurzer Hose, au au au!).
Schließlich sind aber doch das Donauufer (und der blaue Weg) und ein Parkplatz erreicht. Auf der anderen Donauseite ist Devín mit neuen und alten Festungen zu sehen.
Der Auwald und der Nationalpark sind jetzt zu Ende, bis zum Wiesenkreuz, dem Etappenziel, sind nur noch 2,5 km erst auf einem breiten Fahrweg, dann auf einem Wiesenweg zurückzulegen.
Da hauptsächlich nur noch schattenlose Felder zu sehen waren, habe ich die erste Möglichkeit hinter einer verlassenen (?) Datscha genutzt, um mein Zelt im Kernschatten einiger hoher Bäume aufzuschlagen.
Auf dem Uferpfad
ist es jetzt nur noch ein Katzensprung bis zur Grenze. Am Wiesenkreuz, an einer kleinen Brücke,
trennt sich der E8 von seinen Begleitern 07 und E4, die von der Donau weg nach Wolfsthal führen. Der offizielle E8/07 zur Grenze ist nicht zu empfehlen: An Wolfsthal geht es mehrere Kilometer neben der stark befahrenen Bundesstraße entlang, und da man von der Grenzstation ohnehin nach Bratislave gehen muss, kann man auch gleich am schönen Donauufer bleiben!
Der Alternetivweg bleibt (ohne Kennzeichnung) auf dem Treppelweg, nun als schmaler Pfad,am Ufer des Donau-Äuglarms. Die drei Eichen werden passiert und kurz darauf, wieder auf geschottertem Weg, eine Reihe von gestelzten Fischfanghäuschen.Zu Beginn des Feld/Schotterwegs zweigt der Grenzweg ab, aber es handelt sich mitnichten um die Grenze.
Noch sind weitere 3 km auf dem Treppelweg zurückzulegen. Auf der anderen Flussseite ist aber schon längst Bratislava (der Stadtteil Karlsdorf – Karlova Ves) zu sehen.
Bislang verlief der Weg im Auwald, doch hinter einigen Feldern endet der Treppelweg am Kilometerstein 0.Weg nach Bratislava ZeintrumAn einem Baum ist schon eine Hinweistafel mit slowakischem Hoheitszeichen zu sehen, und nach ein paar Schritten ins Gebüsch trifft man auf den ersten slowakischen E8-Wegweiser.
Der Pfad über die Grenze endet schon nach 150 m an einem schmalen befestigten Weg. Die Markierung ist jetzt nicht mehr rot-weiß-rot, sondern weiß-rot-weiß. Der Weg führt an einigen Bunkern
vorbei und stößt nach 1 km auf die erste, die Lafranconi-Brücke. Wer direkt in die Innenstadt gehen möchte, bleibt an der Donau und überschreitet sie auf der zweiten, der neuen Brücke.
Ich glaube, der lohnendere Weg (insbesonders, wenn die Wanderung in Bratislava enden soll) ist der über die erste Brücke, weil der markierte Weg auf den über der Stadt gelegenen Soldatenfriedhof Slavín führt und prächtige Aussichten auf die Stadt gewährt. Dazu geht man an einem kameraüberwachten Gelände (Gas?) nach rechts, an der Brückenrampe von der Stadt weg. Man muss aber nicht den ganzen Weg bis zur Straße laufen, nach 200 m trampelt ein Pfad nach links durch das Gebüsch und führt zur Auffahrt auf den Fahrradweg, der eine Etage unterhalb der Auto-Fahrbahn verläuft.
Auf der anderen Donauseite folgt man der Markierung, es geht auf der rechten Seite der Brücke weiter. Die Richtung der Brücke wird beibehalten, über eine Querstraße mit Straßenbahngleisen hinweg, rechts neben einer Parallelstraße, dann zwischen Autobahn und Straße und wieder rechts – das alles ist sehr lauf, aber man ist ständig auf Gehwegen (und Zebrastreifen). Schließlich geht es hoch zu einer Autobahnabfahrt.
An einigen modernen Gebäuden (einer Brauerei) geht man nach rechts. Es wird merklich stiller, die Straße immer kleiner und, nachdem man bei einer Y-Kreuzung den linken Weg gewählt hat, auch immer steiler. Das Sträßchen Korabinského windet sich, umgeben von ausgesprochen protzigen Villen (und etlichen Bauruinen, da dürfte einigen wohl das Geld ausgegangen sein) einen Hügel hoch.
Über die Drotáska Cesta geht es abwärts zu einer Endhaltestelle des O-Busses und direkt hinter der Haltestelle in die Stará Vinárska. Leider versperren auch hier neu gebaute Luxushäuser meist den schönen Ausblick auf die Stadt.
Kein Wunder, dass sich auf dem Hügel etliche Botschaften niedergelassen haben. Schließlich geht man zwischen amerikanischer und chinesischer Botschaft geradeaus auf den sowjetischen Soldatenfriedhof mit dem weithin sichtbaren Turm.
Der Bahnhof, die Innenstadt und der Präsidentenpalast liegen einem zu Füßen und sind in kurzer Zeit über steile Sträßchen und Treppen erreichbar.